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Zimmis Einwurf – Inszenierungen bringen gar nichts

Sonnabendabend kurz vor 10 in Deutschland. Götterdämmerung ist ausgebrochen. Die Elitekicker stehen vor dem Abgrund. Eine letzte Aktion. Freistoß. Den dreht der Greifswalder Tony Kroos hinten ins lange Eck. Deutschland rastet aus. Und Kroos startet seine gnadenlose Abrechnung.
Er sagt, dass es relativ viele Leute gefreut hätte, wenn Deutschland aus dem Turnier geflogen wäre. Doch so einfach würden es die Spieler denen nicht machen. Einer, der gerade die Champions League mit Real Madrid gewonnen hätte, war beleidigt. Er teilte aus. Gleichzeitig tickten zwei DFB-Funktionäre aus und tanzten vor der schwedischen Bank herum. Der eine ist Büroleiter, kümmert sich um die Flüge und um die Hotelzimmer. Der andere ist für die Mediendarstellung verantwortlich. Ausgerechnet  die feinen Leute vom DFB. Ja, wie blank lagen denn die Nerven im deutschen Tross. Und Joachim Löw joggte und joggte und machte Selfies mit den flanierenden Urlaubern auf der Krim. Immer und immer wieder.  Der Eindruck einer heilen Welt. Jeden Morgen standen die Kameras an der Strandpromenade, jeden Morgen turnte Löw vorbei. Eine Inszenierung!
Sekunden vor dem Traumfreistoß von Kroos steckte Löw sein Glücksbringerkettchen in die Hosentasche. Für ihn war es vorbei. Er hatte nicht Artikel 1 seit 1954 gelesen. Immer wenn nichts geht, kommt Deutschland als Turniermannschaft. Es war der letzte Strohhalm.

Ihr Gert Zimmermann

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Raus aus dem Stillstand: Geisterfahrt für Giesl´a

Löbau. Bereits vor einem Jahr, am 13. März 2020, erwarteten die Ostsächsischen Eisenbahnfreunde ihre frisch hauptuntersuchte Dampflok 52 8141-5 aus dem Dampflokwerk zurück und freuten sich auf ein Willkommensfest.  Es kam anders, die Willkommenstour wurde ein erstes Opfer der Pandemie und des damit verbundenen Lockdowns. Alle geplanten Sonderfahrten der Frühjahrsaison, auch die Maschinenhaustage als eine der Haupteinnahmequellen des Vereins, mussten abgesagt werden. Die Zeit wurde genutzt, unter anderem ging die Lok zurück zur Garantiereparatur in das Meininger Dampflokwerk. Mit der Hoffnung auf die bereits geplante und gut gebuchte Herbst- und Adventsaison holten die Vereinsfreunde ihre „Giesl´a“ Mitte Oktober ein zweites Mal aus Meiningen zurück, die Wiederholung der Willkommenstour vom März war für das 3. Oktoberwochenende vorbereitet. Das Sonderzug-Wochenende „Willkommen 52 8141“ konnte am 17. und 18. Oktober 2020 gerade noch stattfinden, nach exakt 22 Jahren stand die Lok wieder unter Dampf bevor der zweite „Lokdown“ kam. Es musste das gesamte Herbst- und Adventsprogramm, bis hin zur beliebten Silvesterfahrt nach Dresden, komplett abgesagt werden. Wieder fielen alle Einnahmen für den Verein weg, die Betriebskosten sowie die erforderlichen Fahrzeugrücklagen für die Untersuchungen bleiben jedoch bestehen. Seit dem 19. Oktober 2020 steht die 52 8141 still und kalt im Löbauer Maschinenhaus.  Doch die Lok muss fahren, muss ihre Betriebstauglichkeit unter Beweis stellen. Aus diesem Grund haben sich die Eisenbahnfreunde entschlossen, eine Geisterfahrt mit Geistertickets in die Landeshauptstadt zu fahren. Giesl´a ist die letzte (betriebsfähige) ihrer Art Ihr Spitzname „Giesl´a“ geht auf eine technische Besonderheit zurück. Der österreichische Ingenieur Adolph Giesl-Gieslingen entwickelte 1951 eine, nach ihm benannte Saugzuganlage und bewirkte damit eine Leistungssteigerung verbunden mit Kohleersparnis. Die Deutsche Reichsbahn erwarb dieses Patent und stattete damit über 500 Lokomotiven aus. Auch die Reko-Lok 52 8141-5 war von 1968 bis 1981 mit einem Giesl-Ejektor ausgerüstet und ist heute in Deutschland die einzige betriebsfähige Dampflok mit dieser Saugzuganlage. Am 20. März startet der Geisterzug gegen 10 Uhr in Löbau zur Fahrt nach Dresden (Ziel ist der Hauptbahnhof) und zurück. Eine Mitfahrt im Zug ist leider ausgeschlossen. Jedoch werden sich viele Fotografen und Fans an einem regelspurigen Dampfzug nach mehr als vier Monaten Zwangspause erfreuen. Die symbolischen Geistertickets gibt es in mehreren Preisstufen und können online gebucht werden. Die Einnahmen dienen der Finanzierung der Bewegungsfahrt und weiterer Kosten. Bereits vor einem Jahr, am 13. März 2020, erwarteten die Ostsächsischen Eisenbahnfreunde ihre frisch hauptuntersuchte Dampflok 52 8141-5 aus dem Dampflokwerk zurück und freuten sich auf ein Willkommensfest.  Es kam anders, die Willkommenstour wurde…

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