Carola Pönisch

Was machen Lok und Loren im Südpark?

Dresden. Seit 21. Juli steht im Südpark am Eingang Passauer Straße eine Lok mit drei Loren. Die Bahn erinnert daran, dass nach 1945 die Trümmer auf Schienen aus der Stadt in die noch offenen Lehmgruben am Dresdner Südhang gebracht wurden.

Den "Südpark" gibt es eigentlich noch gar nicht, jedenfalls ist er als Park nicht fertig. Ideen allerdings, das Areal in eine Erholungslandschaft umzuwandeln, gibt es schon seit 1990. Immerhin: 2019 begannen erste Arbeiten. So ist zum Beispiel von September 2019 bis Frühjahr 2020 der erste Abschnitt des Nord-Süd-Weges vom oberen Plateau an der Fernwärmeleitung entlang in Richtung Norden fertig gestellt worden. Hier gibt es bereits einen asphaltierten und barrierefreien Weg sowie eine große Metalltreppe, die an einer 45 Grad steilen Böschung einen Höhenunterschied von neun Metern überwindet.

Der Verlauf der ebenfalls neu angelegten Ost-West-Wegeachse im Park ist identisch mit der Strecke der ehemaligen Trümmerbahn, die nach 1945 aus der Stadt die Trümmer brachte und in die noch offenen Lehmgruben verkippte.

Nun hat der Südpark eine weitere Attraktion bekommen: Ein Lok mit drei Loren, die die Landeshauptstadt Dresden von einem Schweizer Bahnverein abkaufen konnte. Die Bahn wurde im Sommer letzten Jahres von ehrenamtlichen Vereinsmitgliedern aus Dresden und der Schweiz aufgearbeitet und hergerichtet.

Die drei Loren sind das Geschenk einer Privatperson aus Österreich an der Stadt, aufbereitet wurden die Teile von Teilnehmenden einer Beschäftigungsmaßnahme des Sächsischen Umschulungs- und Fortbildungswerkes (SUFW).

Parkeingang Passauer Straße wird neu angelegt
Für den Aufbau von Lok und Loren war ein Kran erforderlich, der die bis zu zwei Tonnen schweren Objekte auf die Schienen setzen kann. Zwei Infotafeln werden folgen, sie informieren später zum Verlauf der ehemaligen Trümmerbahnstrecke und zur Entwicklung des Südparks.

Die Bauarbeiten an dem neuen Parkeingang laufen seit November 2020. Der gepflasterte Platz ist über Stufen von der Passauer Straße aus erreichbar und hat einen behindertengerechten Zugang. Der Platz wurde leicht erhöht gebaut, um einen schönen Ausblick auf die Stadt zu bieten. Bänke und neue Pflanzungen laden zum Verweilen ein.

Bis Ende Juli 2021 werden die Arbeiten abgeschlossen sein. Die Planung, der Bau des Platzes sowie alle Einbauten wurden zum größten Teil mit 150.000 Euro durch das Stadtbezirksamt Plauen finanziert.

 

 

 

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.

Glaubitz und Bärnsdorf mit Hilfe von oben

Glaubitz. Die Feuerwehren in Glaubitz und Bärnsorf haben kürzlich eine neue technische Ausstattung übernommen. Künftig können die Kameraden der Wehren auch Drohnen für die Klärung des Einsatzgeschehens aus der Luft einsetzen. Die Übergabe erfolgte im Beisein von Radeburgs Bürgermeisterin Michaela Ritter, des Glaubitzer Bürgermeisters Lutz Thiemig sowie Kameraden der Feuerwehr Glaubitz in Bärnsdorf statt. Bei den technischen Daten ist die neue Drohne selbstredend moderner. Sie fliegt länger und weiter und kann auch bei Regen zum Einsatz kommen. Auch die eingebauten Kameras liefern weitaus bessere Bilder, wovon sich die Kameraden bei Testflügen überzeugen konnten. Einzig bei der Geschwindigkeit von rund 55 km/h nehmen sich beide Modelle nichts. Die Freude über die jeweils neue Drohne war gleichwohl bei den Kameraden der beiden Feuerwehren zu spüren, die das Treffen zum weiteren Erfahrungsaustausch nutzten. Drohnen an zwei Standorten im Landkreis bieten nicht nur die Sicherheit einer Rückfallebene, sondern da sie geografisch gut über den Landkreis verteilt sind auch schnellere Einsatzmöglichkeiten. Grundlage für die örtliche Zuordnung ist die Einhaltung der Hilfeleistungsfrist. Die Stationierung basiert auf dem Drohnenkonzept des Landkreises. So wird die in Bärnsdorf stationierte Drohne vorrangig für das Gebiet, das in etwa dem Altlandkreis Meißen entspricht, eingesetzt. Die Drohne in Glaubitz bedient vorrangig das Gebiet des Altlandkreises Riesa-Großenhain. Mit dem Einsatz von Drohnen zur Unterstützung der Feuerwehren hat sich der Landkreis Meißen seit 2016 beschäftigt, die erste Drohne wurde 2019 angeschafft. Mittlerweile sind mehr als 20 Kameraden in Bärnsdorf und Glaubitz für den Flug einer Drohne ausgebildet. 2020 waren über 60 Einsätze für die Drohnen zu verzeichnen, bei ganz unterschiedlichen Problemlagen – bei Waldbränden wie bei Gebäudebränden.Die Feuerwehren in Glaubitz und Bärnsorf haben kürzlich eine neue technische Ausstattung übernommen. Künftig können die Kameraden der Wehren auch Drohnen für die Klärung des Einsatzgeschehens aus der Luft einsetzen. Die Übergabe erfolgte im Beisein…

weiterlesen