Carola Pönisch

"Was hab' ich?": Frag den Arzt oder Übersetzer

Dresden. Wenn Arzt und Patient über medizinische Befunde sprechen, dann heißt das nicht, dass der eine versteht, was der andere meint. »Übersetzungen« bietet die gemeinnützige Dresdner Firma „Was hab’ ich?“ an. Jetzt greift die erste Krankenkasse für ihre Patienten auf diesen kostenlosen Service zurück.

Ob MRT- oder Röntgenuntersuchung, Laborbefund, Arztbrief, Krankenhaus-Entlassungsbefund, einzelne Fachbegriffe oder ICD-Codes – wer nicht mindestens acht Fachsemester Medizin studiert hat, kann in der Regel nichts mit solchen Bescheiden und Begriffen anfangen. Wer aber nicht versteht, woran er leidet, welche Wirkungen Medikamente und Therapien haben oder was genau sein Arzt ihm da empfiehlt, der kann beim »Gesundwerden« viele Fehler machen. Oder krank bleiben. Was also tun? 

»Frag deinen Arzt oder Übersetzer« lautet die Antwort. Gemeint ist jedoch nicht die US-Suchmaschine »Dr. Google«, sondern der 2011 von zwei Dresdner Medizinstudenten ins Leben gerufene Service »Was hab‘ ich?«. Inzwischen arbeitet die gemeinnützige, unabhängige und nicht gewinnorientiert tätige Initiative mit 1.923 Medizinstudenten und Ärzten zusammen und hat über 39.000 ärztliche Befunde in verständliche Patientensprache übersetzt. Denn Hand aufs Herz: Wer weiß schon sofort, dass die Halsschlagader verkalkt oder ein Blut zum Kopf führendes Blutgefäß verschlossen ist, wenn auf dem Befund » Carotissklerose« oder »A.-vertebralis-V.« steht? Oder wenn von Hyperlipoproteinämie die Rede ist und erhöhte Fettwerte im Blut gemeint sind? 

Erste Kasse beauftragt  »Was hab‘ ich?«

Als erste gesetzliche Krankenversicherung hat sich jetzt die R+V BKK entschieden, direkt mit dem Netzwerk »Was hab‘ ich?« zusammenzuarbeiten.

Versicherter dieser Betriebskrankenkasse können sich ihre medizinischen Befunde übersetzen lassen, ohne lange darauf warten zu müssen. Das Dresdner Sozialunternehmen hat dafür extra ein Team aus freien Mitarbeitern zusammengestellt. „Es ist ein großer Schritt, wenn eine gesetzliche Krankenversicherung Patienten Befund-Übersetzungen als Service bietet. Das zeigt, dass die relevanten Akteure im Gesundheitswesen die Bedeutung leicht verständlicher, individueller Gesundheitsinformationen verstanden haben. Unsere Botschaft lautet: Verstehen ist gesund. Gut, wenn Versicherungen das nun unterstützen“, erklärt Ansgar Jonietz, Mitgründer und Geschäftsführer von »Was hab‘ ich?«. DKV und Ergo bieten seit 2017 Befund-Übersetzungen über die Dresdner Firma an.

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Räuber rief „Geld her, Geld her!“ – Polizei sucht Zeugen

Weißwasser. Mit den Worten „Geld her, Geld her!“ hat ein bislang unbekannter Mann am Mittwoch in Weißwasser versucht, eine Frau um ihr Geld zu bringen. Die 59-Jährige spazierte gegen 12.10 Uhr den Gehweg zwischen Boulevard und Parkplatz an der Schwimmhalle entlang, als ihr ein Mann entgegen kam. Er lief aus dem Durchgang zur Rosa-Luxemburg-Straße direkt auf sie zu, stieß ihr mit beiden Händen gegen den Oberkörper und forderte Geld. Als die Frau sagte, sie habe kein Geld, packte ihr Gegenüber sie an der Jacke und rief nochmal „Geld her, Geld her“. Als die Frau daraufhin begann, um Hilfe zu schreien, ließ der Täter von ihr ab und lief in Richtung Schweigstraße davon. Die 59-Jährige kam unverletzt und mit dem Schrecken davon. Den Tatverdächtigen beschrieb die Frau folgendermaßen: männlichcirca 1,80 Meter groß20 bis Mitte 30 Jahre altdunkles Kapuzenshirt oder Jacke, Kapuze in das Gesicht gezogen, hellere Hose Die Polizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts der versuchten räuberischen Erpressung aufgenommen. Alle Zeugen, die sich zur Tatzeit in Tatortnähe aufhielten und Hinweise zum Sachverhalt oder zum Täter geben können, werden gebeten, sich persönlich oder telefonisch beim Polizeirevier Weißwasser unter der Rufnummer 03576/262 0 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden. Zu einem anderen Vorfall werden ebenfalls Zeugen gesucht. Am Dienstagnachmittag warf eine Frau in Bautzen Steine auf Autos und lief auch auf die Fahrbahn. Mit den Worten „Geld her, Geld her!“ hat ein bislang unbekannter Mann am Mittwoch in Weißwasser versucht, eine Frau um ihr Geld zu bringen. Die 59-Jährige spazierte gegen 12.10 Uhr den Gehweg zwischen Boulevard und Parkplatz an der Schwimmhalle…

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Eislöwen gegen Falken & Towerstars

Dresden. Am kommenden Wochenende sind die Dresdner Eislöwen gegen die Heilbronner Falken und die Ravensburg Towerstars gefragt. Dabei dürfen sich die kleinen, aber auch die großen Fans am morgigen Heimspiel auf den Besuch vom Nikolaus freuen. Cheftrainer Rico Rossi muss weiterhin auf den Stürmer Tom Knobloch (Oberkörperverletzung) verzichten. Rico Rossi, Eislöwen-Cheftrainer: „Die Mannschaft hat die letzten fünf Spiele sehr gut gepunktet und gespielt. Mit Heilbronn und Ravensburg warten zwei Top-Mannschaften auf uns. Gerade Heilbronn spielt ein sehr aggressives und geradliniges Eishockey. Um morgen die drei Punkte zu holen, müssen wir konstant Leistung über 60 Minuten zeigen und von der Strafbank fernbleiben.“ Nick Huard: „Das vergangene 6-Punkte-Wochenende gibt uns Selbstvertrauen für die kommenden Spiele. Wir müssen gegen Heilbronn und Ravensburg da weitermachen, wo wir aufgehört haben. Wenn wir weiter aggressives Forechecking spielen und an unserem System festhalten, dann haben wir gute Chancen zu gewinnen.“ Am Freitag, 6. Dezember, 19.30 Uhr, empfangen die Dresdner Eislöwen die Heilbronner Falken in der EnergieVerbund Arena. Das Spiel wird geleitet von den HSR Mischa Apel und Razvan Gavrilas. Kassen und Arenatüren öffnen 18 Uhr, der VIP-Raum 18.30 Uhr. Das Spiel bei den Ravensburg Towerstars am Sonntag, 8. Dezember beginnt 18.30 Uhr. SpradeTV zeigt beide Partien live. (pm)Am kommenden Wochenende sind die Dresdner Eislöwen gegen die Heilbronner Falken und die Ravensburg Towerstars gefragt. Dabei dürfen sich die kleinen, aber auch die großen…

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