Carola Pönisch 1 Kommentar

Stadt schränkt Zahl der Feuerwerke ein

Dresden. So schön Höhenfeuerwerke auch sind - es gibt immer wieder Menschen, denen es zu viel Rummel am Himmel ist. Sie beschweren sich über zu viel Lärm, zu viel Dreck und die hohe Belastung für Tiere.

Nicht wenige Dresdner sagen "Gefühlt gibt's jeden zweiten Tag ein Feuerwerk in der Stadt". Das ist natürlich etwas übertrieben, doch so ganz unrecht haben sie nicht: Statistisch aller drei Tage leuchtet irgendwo der Himmel über Dresden. In vergangenen Jahr gab es genau 100 l Mittel- und Großfeuerwerke,  in den ersten sechs Monaten dieses Jahres waren es bereits 49.

Ab Mittwoch, 1. August, wird deshalb eine neue Regel für Feuerwerke in Kraft treten: Ab diesem Tag wird  die Stadt  die gesetzlichen Vorgaben der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz in Dresden strenger ausgelegen und anwenden.

Was heißt das konkret?

 Bisher gab es keine Beschränkung der Anzahl solcher Feuerwerke, für die eine Anzeige ausreichend ist. Mit der neuen Verwaltungsvorschrift sind nur noch zwei Feuerwerke je Monat und Ortsamtsgebiet möglich. Dabei müssen mindestens fünf Tage zwischen diesen Feuerwerken liegen.

Was geschieht bei mehreren Anmeldungen?

Gibt es für ein Gebiet mehrere Anzeigen für den gleichen Zeitraum, entscheidet der Anzeigezeitpunkt, die Bedeutung des Anlasses und die Anzahl der bereits durchgeführten Feuerwerke durch den jeweiligen Feuerwerker.

Meldefrist

Ein Mittel- und Großfeuerwerk kann maximal drei Monate vor dem gewünschten Abbrennzeitraum angezeigt werden.

Gibt es Ausnahmen?

Ausnahmen von der Beschränkung sind möglich, wenn ein besonderes öffentliches Interesse besteht. Dies ist beispielsweise der Fall bei einem Feuerwerk auf dem Dresdner Stadtfest, zum Dixieland-Festival, beim Semper-Opernball oder einem zentralen Silvesterfeuerwerk.

Was ist mit Kleinfeuerwerken?

Sogenannte Kleinfeuerwerke sind für Geburtstage oder Hochzeiten beliebt, da sie nicht nur von sachkundigen Personen, sondern von jedermann abgebrannt werden dürfen. Außerhalb der Silvesterzeit, 31. Dezember und 1. Januar, benötigt ein Laie jedoch eine Ausnahmegenehmigung. Dazu muss ein besonderer Anlass für das Feuerwerk vorliegen. Mit der neuen Verwaltungsvorschrift wird dieser Anlass für das Feuerwerk im gesetzlich vorgeschriebenen Rahmen restriktiver eingegrenzt. Als besondere Anlässe gelten ab sofort nur noch Hochzeiten, runde Ehejubiläen ab 25 Jahren, runde Geburtstage ab 50 Jahren sowie Vereins- und Firmenjubiläen ab 25 Jahren. Außerdem muss die schriftliche Einwilligung des Grundstückseigentümers bzw. des Flächenverwalters vorliegen.

Während 2017 insgesamt 132 Ausnahmegenehmigungen für private Kleinfeuerwerke erteilt wurden, erstellte das Ordnungsamt im ersten Halbjahr 2018 bisher nur 26 Ausnahmegenehmigungen zum Abbrennen von Kleinfeuerwerken.

Jede Anzeige und jeder Antrag für ein Feuerwerk werden weiterhin auf naturschutzrechtliche und sicherheitsrelevante Belange geprüft. Die Verwaltungskosten für die Anzeige oder die Ausnahmegenehmigung liegen je nach Verwaltungsaufwand zwischen 30 und 200 Euro.
Die Abbrennzeiten von Feuerwerken bleiben unverändert

Weitere Infos: www.dresden.de/feuerwerke

 

 

 

 

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Kommentar von Roswitha Siebert
Früher dachte ich nur: Feuerwerk ist schön. Inzwischen weiß ich, wie viele Tiere und Tierhalter leiden und auch andere Menschen. Der praktische Nutzen von Feuerwerk ist nicht zu erkennen. Die Böller zünden in Cottbus das ganze Jahr. Erwischt wird keiner. Ich bin dafür, dass die in Dresden beschlossenen Regelungen überall zutreffen sollen. Ein Feuerwerk ist dann etwas Besonderes. Und für ein besonderes Geschenk gibt es noch viele andere Möglichkeiten.

Eggerts Ostwind – Hambach

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Heute: Ehrung "Dresdner des Jahres"

Dresden. Erinnern Sie sich? Mitte April fragten wir wer soll den Titel "Dresdner des Jahres" tragen? Heute Abend ist es so weit und wir küren den Dresdner des Jahres 2018. Wir sind schon ganz gespannt. Die Ehrung wird auf der Facebook-Seite des WochenKurier und auf der Facebook-Seite von MyTVplus ab ca. 20 Uhr übertragen. Also schaut mal rein. Hier noch einmal alle Nominierten: * Wolfgang Schaller ("Keule-Geist" – Seit 57 Jahren steht die Dresdner Herkuleskeule bundesweit für politisches Kabarett allererste Güte. Seit 48 Jahren prägt Wolfgang Schaller diese Bühne – in erster Linie als genialer Autor bissiger wie brillanter Texte, aber ebenso als Intendant und Künstlerischer Leiter) * Anja Kreft ("Hilfe beim Erwachsen werden" – Seit 17 Jahren ist sie Mitglied im Lions-Club. Die Unternehmenskundenbetreuerin hat sich seither dem Projekt Lions-Quest verschrieben. Das dreistufige Lernkompetenzprogramm richtet sich an Lehrer, Sozialarbeiter und Menschen, die regelmäßig mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen arbeiten.) * Prof. Gerhard Ehninger (Prägend für die Hochschulmedizin – Als Direktor der Medizinischen Klinik I des Uniklinikums hat er nicht nur die Stammzelltransplantation etabliert und damit mehreren tausend Blutkrebs-Patienten das Leben gerettet, sondern kontinuierlich an der Entwicklung neuer Therapien gearbeitet. Bundesweit bekannt wurde er durch die von ihm mitgegründete Deutsche Knochenmarkspenderdatei DKMS.) * Simone Saloßnik (Das Mutperlen-Projekt ist ihr Ding – Die Pächterin der Dynamo-Tankstelle hat sich zum Ziel gesetzt, die rund 9.000 Euro, die der Sonnenstrahl e.V. jedes Jahr für die Finanzierung dieser speziellen Perlen aus Holz benötigt, durch viele kreative Ideen einzusammeln. Deshalb bietet sie in ihren Tankstellen gelbe und schwarze Perlen für je 50 Cent an, versteigert Dynamo-Fanartikel und sitzt bei "Rudern gegen Krebs" mit im Boot.) * Prof. Dr. med. Adrian Dragu (Handchirurgie-Experte – Er hat mit dem Aufbau einer eigenen Abteilung für Plastische und Handchirurgie im vergangenen Jahr eine Versorgungslücke am Uniklinikum, in der Stadt Dresden sowie der gesamten Region geschlossen.) * Dieter Lembke (Er kennt sich aus im Rudersport – 1968 saß er erstmals selbst im Boot und wurde schließlich Übungsleiter im Dresdner Ruderverein. Im Laufe der Jahre übernahm der heute 66-Jährige ehrenamtlich jede Menge Ämter, u.a. war er ab 1994 sogar Vorsitzender des Länderrates für Gesamt(ruder)deutschland.) * Falk Döhler (Mann mit Herz – Für Ute Janneck aus Boxdorf hat Falk Döhler, der Friseurmeister von der Rankestraße in Dresden-Mickten, den Titel verdient. "Er ist ein humorvoller, kreativer, zu tausend Prozent hilfsbereiter, vertrauensvoller, mit einem großen Herz ausgestatteter Mensch", schreibt sie. Er kümmert sich um den Tierschutz, ist fast jede Woche im Tierheim und übernimmt kranke Wildvögel aus dem Wildgehege Moritzburg zur Pflege.) * Ingrid Andersch (Lebenselexier: Rudern – Sie organisiert seit 2011 fleißig mit bei "Rudern gegen Krebs". Dabei ist sie als Vereinsvorsitzende maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Teilnehmer auf dem Wasser sicher ins Ziel kommen.)Erinnern Sie sich? Mitte April fragten wir wer soll den Titel "Dresdner des Jahres" tragen? Heute Abend ist es so weit und wir küren den Dresdner des Jahres 2018. Wir sind schon ganz gespannt. Die Ehrung wird auf der Facebook-Seite des

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