Carola Pönisch

Restaurieren heißt nicht "wieder neu machen"

Dresden. Deutschland- und europaweit geben Restauratoren am 14. Oktober exklusive Einblicke in ihre Arbeit, die sich in Museen, privaten Ateliers, den Hochschulen, Denkmalämtern und Schlösserverwaltungen befinden.

Restaurieren heißt nicht »wieder neu machen«. Vielmehr geht es darum, etwas in seinem aktuellen Zustand zu erhalten, zu konservieren.

Wie das genau funktioniert und welcher Aufwand dahinter steckt, das soll mit dem bundesweit 1. Tag der Restaurierung dokumentiert werden. Denn Restauratoren arbeiten hinter den Kulissen der Museen. Sie sind nicht nur für die Bestandserhaltung/Restaurierung der vielen verschiedenen Objekte in den Depots oder den Ausstellungen zuständig. Wenn Kunstwerke auf Reisen gehen oder museumseigene Gegenstände in andere Museen ausgeliehen werden, erstellen die Restauratoren Zustandsprotokolle und Objektscheine. Sie stellen fest, ob ein Werk ausgeliehen werden kann und welche Maßnahmen zum Schutz zu treffen sind. In manchen Fällen begleiten sie sogar die Sammlungsgegenstände auf ihren Reisen. Restauratoren sorgen bei Ausstellungen dafür, dass Objekte behutsam ausgestellt werden. Sie bauen Buchwiegen, rahmen Bilder ein oder „erfinden“ Einrichtungshilfen für die schadfreie Präsentationen. Auch die Pflege aller ausgestellten Objekte in ihren Vitrinen obliegt ihnen.

Bei den Museen der Stadt Dresden arbeiten vier Restauratoren. Eine Werkstatt befindet sich im Landhaus, eine in den Technischen Sammlungen. Beide Werkstätten sind am 14.10.2018 geöffnet. An diesem Sonntag werden Einblicke in die Restaurierung von Möbeln, Textilien, Metall und kunsthandwerklichen Objekten gegeben.

Vorträge

14.Oktober,  10 bis 12 Uhr
Restaurierungswerkstatt Technische Sammlungen
Vortrag: „Restaurieren heißt nicht wieder neu machen“ (Beispiele an Holzobjekten)
Mit Holger Meyer-Doberenz, Dipl. Restaurator (FH)  
Anschließend Führung durch die Werkstatt mit dem Schwerpunkt Metallobjekte
Mit Martin Fiedler, Restaurator (BA)

14. Oktober, 14 bis 16 Uhr
Restaurierungswerkstatt im Stadtmuseum Dresden
Vortrag: „Nähen? Kann ich auch - Restaurieren heißt nicht wieder neu machen“
Mit Cornelia Hofmann, Dipl. Restauratorin (FH)  
Anschließend Führung durch die Werkstatt: „Was unterscheidet Textilrestaurierung vom Schneiderhandwerk?“ mit Erklärungen anhand von Objekten und praktischen Beispielen.
Mit Birgit Seeländer, Dipl. Restauratorin (FH)  

Eintritt frei, Anmeldung nicht erforderlich.
Treffpunkt jeweils an der Museumskasse

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Üben am Baumbiegesimulator

Hagenwerder. Nach einem Sturm sind entwurzelte Bäume, die Straßen blockieren oder Gebäude versperren, keine Seltenheit. Oftmals steht das Holz aufgrund seines Eigengewichts dabei unter enormer Spannung und stellt Rettungskräfte vor ganz besondere Herausforderungen. Um gut für diesen Ernstfall gewappnet zu sein, übten Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren am vergangen Samstag (9. Februar) nach mehrjähriger Pause erstmalig wieder an einem Baumbiegesimulator. „Hier können alle Spannungen, Zug und Druck im Stamm simuliert werden“, erklärt der erste Stellvertreter des Kreisbrandmeisters, Peter Seeliger, der als Hilfsausbilder bei der Schulung anwesend war. „Die Kameraden lernen in der Ausbildung, worauf sie unter diesen Umständen achten müssen und erlernen besondere Schnitttechniken.“ Damit die Schulung den neuen Vorgaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) entspricht, hat der Landkreis Görlitz eigens einen Baumbiegesimulator beschafft. Dieser war am Samstag erstmalig im Einsatz. Er ist auf einem Anhänger montiert und wird zukünftig bei der Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehren eingesetzt. Das Gerät steht fortan flächendeckend im gesamten Landkreis für Schulungen zur Verfügung. Bereits im Mai wird es einen weiteren Motorsägenlehrgang in Zittau geben. Insgesamt plant der Landkreis vier bis fünf Lehrgänge für jeweils zwölf Teilnehmer pro Jahr, um peu à peu dazu beizutragen, dass die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Schulung für alle Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren ermöglicht werden kann. An der jüngsten Schulung in Hagenwerder, die durch Christian Hanzig von der Berufsfeuerwehr Görlitz durchgeführt wurde, nahmen zwölf Feuerwehrleute teil. Die Ausbildung wird durch den Landkreis für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren durchgeführt, damit diese bei Sturmschäden oder sonstigen Hilfeleistungen sowie auch bei Bränden die Motorkettensäge einsetzen dürfen. Neben den Übungen am Baumsimulator standen auch Baumfällungen und Entästungen auf dem Schulungsprogramm.Nach einem Sturm sind entwurzelte Bäume, die Straßen blockieren oder Gebäude versperren, keine Seltenheit. Oftmals steht das Holz aufgrund seines Eigengewichts dabei unter enormer Spannung und stellt Rettungskräfte vor ganz besondere…

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