Carola Pönisch

Mehr Rad-Unfälle, mehr Tote auf Dresdens Straßen

Dresden. Polizeibehörde legt Verkehrsunfallstatistik für 2018 vor. Insgesamt wurden in der Landeshauptstadt (ohne Bundesautobahn) 14.244 Verkehrsunfälle polizeilich aufgenommen. Acht Menschen starben.

2.679 Personen verunglückten  im vergangenen Jahr auf Dresdens Straßen bei Verkehrsunfällen, 405 davon schwer. Acht Menschen starben, das waren doppelt so viele wie 2017.

Hauptunfallursachen waren Vorfahrts- und Vorrangfehler (21,7%), gefolgt von Fehlern bei Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, Ein- und Anfahren (21,3%) sowie nicht angepasster  Geschwindigkeit (7,7%).

Polizeirat Gerald Beier (41), Leiter der Dresdner Verkehrspolizei, meint: „Trotz neuer Sicherheitstechnologien in Kraftfahrzeugen zeigt die Entwicklung der Verkehrsunfälle, dass der Fehlerfaktor Mensch nur schwer zu kompensieren ist."

Verkehrsunfälle mit Radfahrbeteiligung

Während letztes Jahr insgesamt weniger Verkehrsunfälle in Dresden registriert wurden, stiegen die Unfälle mit Radfahrerbeteiligung  um über zehn Prozent, bei Unfällen mit Personenschaden um fast 14 Prozent. Lag die Zahl der beteiligten Radfahrer  2017 noch bei 1.386, stieg sie 2018 auf 1.563 an. „Auch wenn rund 65 Prozent der Unfälle nicht durch den Radfahrer verursacht werden, steht immer die Frage der Vermeidbarkeit im Raum. Gesunder Menschenverstand und ein Mindestmaß an Selbstschutzgedanken gehört zur Unfallprävention ebenso dazu, wie die Einhaltung von Verkehrsregeln auf beiden Seiten. Solange sich im Verkehrsraum unabhängig der Verkehrsart jeder selbst der Nächste ist, werden Unfälle weiter steigen. Rücksichtnahme, Erkennbarkeit sind wichtige Schlagwörter in diesem Zusammenhang", so Polizeirat Beier.

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