Carola Pönisch

Mafia Mia: Blaues Blut in den Adern des Paten

Dresden. Warum die Dinnershow im Erlwein Capitol auch diese Jahr die beste aller Dinnershows in Dresden ist

Nach Las Vegas, Paris, New York, Brasilien, Palermo und Mexiko geht es in Teil 8 der Dinnershow nun also nach England/London. Was zu Recht vermuten lässt, dass es very british wird. Und wer die bisherigen Shows und das Konzept kennt weiß, dass es genau diese Detailverliebtheit ist, die »Mafia Mia« so brillant macht und die Messlatte für diese Art der Unterhaltung erneut ein Stück nach oben schiebt..

Doch der Reihe nach: Getragen wird auch diese Story vom Paten (Bert Callenbach), der Gang Bang (Firbebirds, die das Stück schreiben) sowie den Handlangern Schlicht und Kümmerling (Achim Lippmann, Kai Neumayer). Da von der Insel schon lange sehr gute Musik kommt, haben es die »Feuervögel« mit Hits von Beatles&Co. leicht. Die Show perfekt machen weitere 14 Künstler: Sängerin Sonia Singh (tolle Stimme), die Schleuderbrettartisten Joe und Martin, Tatjana und Sergi als Tempo Rouge am Trapez (atemberaubend), die vier ukrainischen Artisten von »Man‘s World« (Weltklasse) sowie dieTänzercrew aus der Ukraine (spitzenmäßig). Sie alle bieten Kunst auf wirklich ganz hohem Niveau und sind international gebuchte Stars.

Das (nicht kulinarische) Sahnehäubchen des Spektakels sind mittlerweile die kleinen Einspieler-Filme, die die Crew mit minimalistischen Mitteln, oft unter abenteuerlichen Voraussetzungen und meist irgendwie ein wenig inoffiziell vor Ort im jeweiligen Land dreht, kombiniert mit diversen Helfern im eigenen Land (genial Wolle Förster und in diesem Jahr sehr sehenswert Tom Pauls) und auf jeden Fall immer sehr lustig. Wer's nicht glaubt: Sogar die Queen taucht bei den London Boys auf. Oder ist es ein Double? MI5 ermittelt dazu noch...

Nicht zu vergessen das, was die Dinnershow pefekt macht: Das Dinner. Auch dieses Mal hat Andreas Kirsch nebst Küchencrew wieder ein sehr gutes Menü kreiert (u.a. ein himmlisches Maiscreme-Süppchen, Ente mit Kräuterkruste, Apple Pie mit Eis) und wieder hat es das Serviceteam um MarkusPexa mit Bravour kredenzt. Fazit: Ein ganz toller Abend, gut angelegtes Geld und Vorfreude auf »Viva Espana« im kommenden Jahr.

Die Story

Aus der Krankenakte des Paten geht eindeutig hervor, dass er Blauen Blutes ist. Also auf nach London und sich von der Queen zum Duke of Clarence an Avondale« schlagen zu lassen. Was man vor dem Brexit hat, das hat man. Doch der Adelstitel heißt auch: Regeln, Etikette, MI5-Überwachung, Dauerüberwachung. Also nichts für des Paten Familie... Sie müssen unter dem Radar abtauchen und lassen sich dafür einiges einfallen

Zu erleben im Erlwein Capitol, Ostrapark, bis 13. Januar, Termine und Preise hier

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