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Neue Stürmer für Dynamo Dresden

Dresden. Die Schwarz-Gelben verpflichten Alexander Jeremejeff und Luka Štor

Die SG Dynamo Dresden hat Alexander Jeremejeff vom schwedischen Erstligisten BK Häcken verpflichtet. Der 25-jährige Stürmer wechselt mit sofortiger Wirkung zur SGD und hat einen Dreijahresvertrag bis zum 30. Juni 2022 unterschrieben. Jeremejeff wird mit der Rückennummer 11 auflaufen.

„Wir haben die Entwicklung von Alexander in den vergangenen Jahren beobachtet und sind froh darüber, dass wir ihn jetzt verpflichten konnten. Er wird die Konkurrenzsituation in unserer Offensive sofort erhöhen und bringt als Spieler die Qualität mit, um sich auch in der 2. Bundesliga durchzusetzen. Alexander konnte in den zurückliegenden Spielzeiten mit einer beständig hohen Torquote auf sich aufmerksam machen, er ist technisch gut ausgebildet und in seiner Spielanlage schwer ausrechenbar“, erklärte Dynamos Sportgeschäftsführer Ralf Minge.

Dynamos achter Sommerneuzugang wird am Mittwoch, ab 10 Uhr, erstmals unter Cheftrainer Cristian Fiel mit seinen neuen Mannschaftskollegen im Großen Garten trainieren.

„Ich bin bereit für diese Aufgabe und freue mich sehr darüber, dass der Wechsel nach Dresden geklappt hat. Ich weiß, was mich erwartet, weil ich mich über den Verein und die Stadt erkundigt habe. Auch mit Linus habe ich im Vorfeld des Transfers ausführlich gesprochen. Dynamo Dresden und die 2. Bundesliga in Deutschland sind für mich jetzt der richtige Schritt in meiner Entwicklung. Ich werde alles dafür geben, um die Mannschaft beim Erreichen unserer Ziele in dieser Saison zu unterstützen“, sagte Alexander Jeremejeff nach seiner Vertragsunterschrift in Dresden.

Alexander Jeremejeff wurde am 12. Oktober 1993 in Göteborg im Südwesten von Schweden geboren. Mit dem Fußballspielen begann der 1,92 Meter große Stürmer in der Jugend bei Tölö IF in seiner Heimatstadt.

Sein Erstliga-Debüt in Schweden feierte Jeremejeff am 4. April 2014 für „Bollklubben Häcken“. Von 2016 bis 2018 ging der Stürmer für Schwedens Rekordmeister Malmö FF auf Torejagd, bevor er wieder nach Häcken zurückkehrte. In Malmö wurde er unter anderem von Ex-Dynamo Uwe Rösler trainiert. In der aktuellen Spielzeit gelangen Dynamos Neuzugang für BK Häcken in 19 Spielen acht Treffer und sechs Torvorlagen in Schwedens höchster Spielklasse.

Alexander Jeremejeff debütierte am 8. Januar 2019 gegen Finnland für die schwedische Auswahl und bestritt bisher ein A-Länderspiel. (pm)

Desweiteren hat die SGD Luka Štor vom slowenischen Erstligisten NK Aluminij verpflichtet. Der 21-jährige Stürmer wechselt mit sofortiger Wirkung zu Dynamo und hat einen Vierjahresvertrag bis zum 30. Juni 2023 unterschrieben. Štor wird mit der Rückennummer 37 auflaufen.

„Luka ist ein junger Stürmer, der Wucht und Athletik sowie einen schnörkellosen ersten Kontakt mitbringt. Er ist ein Stürmertyp moderner Prägung, wir sehen in ihm das Potential, unser Spiel mit seinen Qualitäten zu bereichern. Seine Art Fußball zu spielen, passt zu Dynamo Dresden und der Atmosphäre in unserem Stadion, weil Luka Herz und Leidenschaft auf den Platz bringt. Wir werden ganz sicher viel Freude an dem Jungen haben, wenn wir ihm die nötige Zeit zur Eingewöhnung in der 2. Bundesliga geben“, erklärte Dynamos Sportgeschäftsführer Ralf Minge.

„Mit dem Wechsel nach Deutschland geht für mich ein Kindheitstraum in Erfüllung. Ich hatte schon als kleiner Junge den Wunsch, einmal in diesem fußballverrückten Land zu spielen. Ich bin für das in mich gesetzte Vertrauen sehr dankbar. Die Verantwortlichen von Dynamo Dresden haben sich sehr um mich bemüht und mir in den persönlichen Gesprächen eine überzeugende Perspektive bei diesem besonderen Verein aufgezeigt. Ich werde weiter hochmotiviert an mir arbeiten, damit ich schnellstmöglich mit dem Team auf dem Platz stehen kann“, sagte Luka Štor nach seiner Vertragsunterschrift in Dresden.

Luka Štor wurde am 5. Juli 1998 in Šempeter pri Gorici in Slowenien geboren. 25 Kilometer von seinem Geburtsort entfernt begann der U21-Nationalspieler seines Heimatlandes bereits als Fünfjähriger bei NK Primorje Ajdovscina mit dem Fußballspielen.

2008 wechselte der 1,78 Meter große Stürmer in die Nachwuchsschule von ND Gorica, bevor er 2013 von Sloweniens Rekordmeister NK Maribor verpflichtet wurde.

 

 

 

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Goldschakal tappt in Fotofalle

Görlitz. Zum ersten Mal ist in Sachsen ein Goldschakal nachgewiesen worden. Das teilte das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) heute in Dresden mit. Das Tier war bereits am 30. März auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz im Landkreis Görlitz in eine Fotofalle gegangen. Jetzt liegt die offizielle Bestätigung vor, dass es sich um einen Goldschakal handelt.  Als Goldschakal identifiziert wurde das Tier vom LUPUS Institut, das im Auftrag des LfULG das Wolfsmonitoring in Sachsen durchführt. Durch Vergleichsaufnahmen vom gleichen Kamerastandort sei gut zu erkennen gewesen, dass das fotografierte Tier größer als ein Rotfuchs und kleiner als ein Wolf ist. Von der Gestalt her ist die Zuordnung zum Goldschakal sicher. Seitdem gibt es keine weiteren Hinweise auf die Anwesenheit des Tieres. Die anpassungsfähige Art besiedelt bevorzugt verbuschtes und feuchtes Gelände mit Versteckmöglichkeiten, bewohnt jedoch auch andere Lebensräume. Auf dem „Speisezettel“ des Goldschakals stehen vorwiegend kleinere Säugetiere wie Wühlmäuse und Ratten, aber auch Früchte und Aas. Das scheue Tier stellt keine Gefahr für den Menschen dar, kann jedoch ähnlich wie ein Fuchs auch ungeschützte kleinere Nutztiere töten.  Der Goldschakal ist eine besonders geschützte Tierart und im Anhang V der Europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie gelistet. Zukünftig sollen Hinweise auf den Goldschakal aufmerksam geprüft und dokumentiert werden. Das Landesumweltamt bittet die Bevölkerung, Aufnahmen aus Wildkameras, die auf den Goldschakal schließen lassen, zur Dokumentation in der Artdatenbank Sachsen zu übermitteln: E-Mail: DB-Arten.LfULG@smul.sachsen.de Homepage: https://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/natur/8048.htm Hintergrund Der Goldschakal (Canis aureus) gehört, ebenso wie Fuchs und Wolf, zur Familie der Hundeartigen. Besonders die Unterscheidung vom Wolf bedarf eines geschulten Blickes. Farblich ähnelt er dem Wolf, mit einem Einschlag ins Rötliche und einem deutlichen, hellen Kehlfleck. Insgesamt wirkt das Tier kurzbeiniger als ein Wolf. Die Schnauze ist spitzer und zierlicher als die des Wolfes. Vom Fuchs ist das Tier durch seine gedrungenere Gestalt und einen deutlich kürzeren Schwanz mit schwarzer Spitze zu unterscheiden. In Europa kommt der Goldschakal seit alters auf dem Balkan vor. Dort wurde er verfolgt und fast ausgerottet. Durch Schutzmaßnahmen erholten sich die Bestände allmählich. Besonders seit den 1960er Jahren kam es neben Vorstößen einzelner Tiere auch zu festen Ansiedlungen von Familien bis weit nach Nordwesten. Der Goldschakal siedelte sich von Bulgarien aus in Rumänien und Serbien und später in Italien, Slowenien, Österreich, Ungarn und der Slowakei wieder an. In Tschechien vermehrte sich der Goldschakal im Jahr 2018 erstmals in der Nähe von Prag auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz.  In Deutschland wurden seit 1996 einzelne Goldschakale nachgewiesen. Im Süden Brandenburgs hielt sich ein Tier zwischen 1996 und 1998 in der Braunkohlefolgelandschaft auf. Weitere Nachweise liegen aus Bayern, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein vor. Einige dieser Tiere haben Sachsen sicherlich unerkannt durchquert. Zum ersten Mal ist in Sachsen ein Goldschakal nachgewiesen worden. Das teilte das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) heute in Dresden mit. Das Tier war bereits am 30. März auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz im…

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