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Dynamo verlängert mit Patrick Weihrauch

Die SG Dynamo Dresden hat den noch bis Saisonende laufenden Vertrag mit Patrick Weihrauch vorzeitig verlängert. Der 27-Jährige unterzeichnete einen Einjahresvertrag bis 30. Juni 2023, der sowohl für die 2. Bundesliga als auch für die 3. Liga gilt.

Der offensive Mittelfeldspieler wechselte im August 2020 zur SGD und absolvierte in der Drittliga- Aufstiegssaison 2020/2021 insgesamt 16 Punktspiele für die Schwarz-Gelben, in denen er drei Tore erzielte und fünf Vorlagen gab. Anschließend fiel er aufgrund einer Sprunggelenksverletzung aus – beim Zweitliga-Heimsieg am vergangenen Sonntag gegen Fortuna Düsseldorf (1:0) stand er erstmals wieder im Kader.

Ralf Becker, Geschäftsführer Sport der SG Dynamo Dresden, sagt: „Wir sind von den Qualitäten Patrick Weihrauchs absolut überzeugt – sowohl sportlich als auch menschlich. Durch seine fast elfmonatige Verletzungszeit konnte er weder in der vergangenen Drittliga-Rückrunde noch in der bisherigen Zweitliga-Saison sein Können zeigen. Mit der vorzeitigen Vertragsverlängerung möchten wir ihm auch eine gewisse Sicherheit geben, dass er weiterhin unsere volle Unterstützung erfährt, um konsequent daran zu arbeiten, Dynamo Dresden schon bald wieder mit 100 Prozent auf dem Rasen unterstützen zu können.“

Patrick Weihrauch sagt: „Dieses frühzeitige Zeichen des Vereins freut mich sehr und gibt mir zusätzliche Kraft für mein ‚Comeback‘. Schon nach den ersten Spielen für Dynamo Dresden wusste ich, dass wir ein besonderes Team haben und gemeinsam viel erreichen können. Ich fühle mich bei dem Verein und in der Stadt sehr wohl. Umso bitterer war es für mich, im Aufstiegs-Endspurt verletzungsbedingt nur auf der Tribüne mitfiebern zu können. Ich habe in den vergangenen Monaten hart gearbeitet und bin sehr glücklich, wieder täglich auf dem Platz stehen zu können. Darüber hinaus werde ich alles geben, damit wir auch in der Saison 2022/2023 in der 2. Bundesliga spielen.“

(pm/SG Dynamo Dresden)

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Pulver der Königin – einst gepriesen, heute verpönt

Doberlug-Kirchhain. Zwei Nichtraucher huldigen noch bis Anfang Januar den Raucherutensilien im Weißgerber-Museum in Doberlug-Kirchhain. Museumsleiter Dr. Andreas Hanslok und der Doberluger Sammler Frank Mende haben mit der Sonderausstellung »Der blaue Dunst – Entstehen und Vergehen des Tabakrauchs« ein sozialgeschichtliches Phänomen der Menschheit in die Museumsräume gebracht. Natürlich musste die Ausstellung wegen der Corona-Auflagen ohne offizielle Eröffnung vor einigen Wochen starten. Bis zum Ausstellungsschluss erhofft sich der Museumschef entsprechend der jeweiligen Zugangsregelung interessierte Besucher. Verliebt in Rauchverzehrer Seit geraumer Zeit treibt den Nichtraucher Andreas Hanslok die Idee für diese Ausstellung um. Mit dem Doberluger Sammler Frank Mende, ebenfalls passionierter Nichtraucher, hat er einen engagierten Partner bei der Gestaltung dieser Schau gefunden. Frank Mende ist glücklich, dass er durch die Ausstellung seine Sammlungsbestände, die bei ihm zu Hause zumeist in Schränken, Kisten und Schachteln aufbewahrt sind, für Besucher präsentieren konnte. »Ich habe meine Sammlungsgegenstände hier neu kennengelernt.« Das betrifft vor allem die vielen so genannten Rauchverzehrer in den unterschiedlichsten Dekors und Gestaltungen vom bellenden Hund bis zum Porzellanliebespärchen. »Irgendwann habe ich mich in die Rauchverzehrer verliebt, die über Jahrzehnte in ziemlich jeder bürgerlichen Familie als Schmuckaccessoires die Wohnzimmer schmückten.« Dazu haben sich im Laufe der Jahre viele andere Utensilien zum Rauchen sowie Werbematerial aller Art für das Rauchen zu seiner Sammlung gesellt. „Es war nicht leicht, die richtige Auswahl von besonderen Gegenständen vom Streichholz bis zum Instrumentarium für das Pfeifenrauchern auszuwählen. »Dafür hatte ich Dr. Hanslok an meiner Seite.« Seit 45 Jahren ist Frank Mende von der Sammelleidenschaft infiziert. Für ihn ist das Sammeln Lebensinhalt und lässt ihn seine seit Jahrzehnten vorhandene Lungenkrankheit besser bewältigen. Die habe nichts mit dem Rauchen zu tun, denn er habe nie im Leben geraucht. Allerdings werden in der Ausstellung zahlreiche Besucher an die eigene Leidenschaft des Rauchens erinnert, die bis in die 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts sozial akzeptiert war und zum gesellschaftlichen Leben dazu gehörte und durch Werbung der Tabak- und Zigarettenproduzenten zum Style hochgejubelt wurde. »Natürlich wollen wir mit der Ausstellung keine Werbung für das Rauchen machen, zumal es inzwischen weitestgehend aus dem offiziellen öffentlichen Leben verschwunden ist«, betont Andreas Hanslok. Aber als sozialgeschichtliches Phänomen habe es die gesamte Welt über Jahrhundert geprägt. So führen Texte und Bilder in der Ausstellung durch einen Teil der Kulturgeschichte von den Anfängen in indianischen Kulturen Amerikas über die Griechen, Römer und Germanen. Kolumbus wird zugeschrieben, dass er den Tabak mit nach Europa gebracht habe. Den Siegeszug des Tabaks in Europa beförderte mit der französischen Regentin Katharina von Medici (1519 – 1589) eine Frau, die liebend gern Tabak als »Pulver der Königin« schnupfte. Später wird das Zigarrenrauchen zum Symbol für Reichtum aber auch für Revolution. Für den Schriftsteller Erich Kästner war »Kreativität ohne Rauch nicht denkbar«. Die Tabakpfeife sorgte noch besser dafür, den blauen Dunst lange dampfen zu lassen. Das Rauchen, erfahren Ausstellungsbesucher, war bis ins 20. Jahrhundert Domäne der Männer, erst dann verstanden Frauen wie Marlene Dietrich es als Mittel der Emanzipation. Auch Belege für die Zigarrenproduktion in Doberlug-Kirchhain fehlen in der Ausstellung nicht. Natürlich zeigt die Schau auch die Schädlichkeit des Rauchens und wie sich das Bewusstsein in der Gesellschaft zum Thema Rauchen verändert hat.Zwei Nichtraucher huldigen noch bis Anfang Januar den Raucherutensilien im Weißgerber-Museum in Doberlug-Kirchhain. Museumsleiter Dr. Andreas Hanslok und der Doberluger Sammler Frank Mende haben mit der Sonderausstellung »Der blaue Dunst – Entstehen…

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