Carola Pönisch

Adelie-Award geht an paupau-Eisfrau

Dresden. Vanessa Bravo Feria ist die Gewinnerin des Unternehmerinnenpreises Adelie-Award 2019. Die Jury sieht in der Eismanufaktur paupau GmbH das größte Wachstumspotenzial

Die Entscheidung ist gefallen. Vanessa Bravo Feria holt sich den Award und bekommt ein zwölfmonatiges Mentoring der Jurymitglieder, um ihre Eismanufaktur auf die "nächste große Stufe beim Unternehmenswachstum" zu heben, wie es in der Laudatio hieß.

Die Spanierin Vanessa Bravo Feria lebt seit 2002 in Dresden, ist Lektorin an der TU Dresden und betreibt seit 2012 mit ihrem Mann Armando Reyer Prado eine Eismanufaktur. Das Besondere an dem Eis: Es besteht überwiegend aus gefrorenen exotischen Früchten und kommt mit sehr wenigen Zusatzstoffen aus. Bio, oft vegan, handgemacht - das Ergebnis kommt mittlerweile in Dresden sehr gut an. paupau-Eis wird stadtweit verkauft, in Cafés (nicht nur in der Neustadt), im Simmel Einkaufsmarkt, im Landtagsrestaurant und seit Oktober 2016 im eigenen Café "paupau" in der Nähe des Bahnhofs Mitte am Schießhaus. Hier gibt es auch Herzhaftes wieTortillas und Suppen, aber natürlich auch Kuchen und Eis, frischgepresste Smoothies und selbstgemachte Limonaden.

Adelie Award

Drei Finalistinnen gab es für den 2. Adelie Award. Neben Vanessa Bravo Feria waren auch Anja Fritz vom Weingut Mariaberg in Meißen und Berit Heller, Gründerin und Betreiberin des Lose-Ladens in Dresden für den Award 2019 nominiert.

Der Unternehmerinnenpreis ADELIE-Award hat das Ziel, mehr weibliches Unternehmertum zu schaffen. Durch begeisternde und inspirierende Vorbilder können mehr Frauen ermutigt werden, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Langfristig können so Unternehmer und Unternehmerinnen erfolgreicher gemeinsam wirtschaften, Arbeitsplätze schaffen, die Altersarmut reduzieren und sich sozial engagieren.

Der Preis wurde 2018 von Daniela Kreissig ins Leben gerufen und zum zweiten Mal vergeben.

Im vergangenen Jahr war Karen Trepte von der Erlebniswelt „Steinreich“ in der Sächsischen Schweiz ausgezeichnet worden

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Raus aus dem Stillstand: Geisterfahrt für Giesl´a

Löbau. Bereits vor einem Jahr, am 13. März 2020, erwarteten die Ostsächsischen Eisenbahnfreunde ihre frisch hauptuntersuchte Dampflok 52 8141-5 aus dem Dampflokwerk zurück und freuten sich auf ein Willkommensfest.  Es kam anders, die Willkommenstour wurde ein erstes Opfer der Pandemie und des damit verbundenen Lockdowns. Alle geplanten Sonderfahrten der Frühjahrsaison, auch die Maschinenhaustage als eine der Haupteinnahmequellen des Vereins, mussten abgesagt werden. Die Zeit wurde genutzt, unter anderem ging die Lok zurück zur Garantiereparatur in das Meininger Dampflokwerk. Mit der Hoffnung auf die bereits geplante und gut gebuchte Herbst- und Adventsaison holten die Vereinsfreunde ihre „Giesl´a“ Mitte Oktober ein zweites Mal aus Meiningen zurück, die Wiederholung der Willkommenstour vom März war für das 3. Oktoberwochenende vorbereitet. Das Sonderzug-Wochenende „Willkommen 52 8141“ konnte am 17. und 18. Oktober 2020 gerade noch stattfinden, nach exakt 22 Jahren stand die Lok wieder unter Dampf bevor der zweite „Lokdown“ kam. Es musste das gesamte Herbst- und Adventsprogramm, bis hin zur beliebten Silvesterfahrt nach Dresden, komplett abgesagt werden. Wieder fielen alle Einnahmen für den Verein weg, die Betriebskosten sowie die erforderlichen Fahrzeugrücklagen für die Untersuchungen bleiben jedoch bestehen. Seit dem 19. Oktober 2020 steht die 52 8141 still und kalt im Löbauer Maschinenhaus.  Doch die Lok muss fahren, muss ihre Betriebstauglichkeit unter Beweis stellen. Aus diesem Grund haben sich die Eisenbahnfreunde entschlossen, eine Geisterfahrt mit Geistertickets in die Landeshauptstadt zu fahren. Giesl´a ist die letzte (betriebsfähige) ihrer Art Ihr Spitzname „Giesl´a“ geht auf eine technische Besonderheit zurück. Der österreichische Ingenieur Adolph Giesl-Gieslingen entwickelte 1951 eine, nach ihm benannte Saugzuganlage und bewirkte damit eine Leistungssteigerung verbunden mit Kohleersparnis. Die Deutsche Reichsbahn erwarb dieses Patent und stattete damit über 500 Lokomotiven aus. Auch die Reko-Lok 52 8141-5 war von 1968 bis 1981 mit einem Giesl-Ejektor ausgerüstet und ist heute in Deutschland die einzige betriebsfähige Dampflok mit dieser Saugzuganlage. Am 20. März startet der Geisterzug gegen 10 Uhr in Löbau zur Fahrt nach Dresden (Ziel ist der Hauptbahnhof) und zurück. Eine Mitfahrt im Zug ist leider ausgeschlossen. Jedoch werden sich viele Fotografen und Fans an einem regelspurigen Dampfzug nach mehr als vier Monaten Zwangspause erfreuen. Die symbolischen Geistertickets gibt es in mehreren Preisstufen und können online gebucht werden. Die Einnahmen dienen der Finanzierung der Bewegungsfahrt und weiterer Kosten. Bereits vor einem Jahr, am 13. März 2020, erwarteten die Ostsächsischen Eisenbahnfreunde ihre frisch hauptuntersuchte Dampflok 52 8141-5 aus dem Dampflokwerk zurück und freuten sich auf ein Willkommensfest.  Es kam anders, die Willkommenstour wurde…

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