Florian Triebel

Rödertalbienen wollen Serie ausbauen

Großröhrsdorf. Am Samstag, 30. November, hat nicht nur die Frauennationalmannschaft ihr erstes Spiel bei der Weltmeisterschaft in Japan. Der Ligabetrieb in der 2. Bundesliga macht ebenfalls keine Pause. Die Bienen fahren in das knapp 500 Kilometer entfernte Waiblingen. Um 18.30 Uhr treffen sie in der dortigen Rundsporthalle auf die Waiblingen Tigers.

Die „Junge Stadt in alten Mauern“ mit etwa 55.500 Einwohnern liegt in der Nähe von Stuttgart an beiden Seiten der Rems. Waiblingen liegt nicht nur an der Württemberger Weinstraße, sondern auch an der Deutschen Fachwerkstraße. Darum zählt die historische Altstadt mit den vielen Fachwerkhäusern, wie dem alten Rathaus mit den offenen Arkaden, zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt. Das Wahrzeichen ist allerdings der Hochwachturm direkt an der Stadtmauer. Durch Waiblingen führt auch der 90 km lange „Remstalradweg“. In diesem Jahr beteiligte sich die Stadt mit der Skulptur „Weißes Haus“, an der Nordspitze der Schwaneninsel, am „Grünprojekt Remstal“

Die Waiblingen Tigers legten einen Traumstart in die Saison hin. Nach einem Unentschieden am ersten Spieltag gegen Herrenberg folgten drei weitere Siege. Unter anderem gewann die Mannschaft von Nicolaj Bredekjaer Andersson vor heimischem Publikum gegen den TSV Nord Harrislee mit 30:29 und befand sich zwischenzeitlich auf dem dritten Platz.

In den folgenden Spielen konnten die Tigers diesen Trend nicht beibehalten und feierten nur noch einen Sieg gegen die TG Nürtingen (30:26). Durch die knappe Niederlage am letzten Spieltag gegen den HC Leipzig (26:27) rutschten sie auf Platz neun in der Tabelle, mit 9:9 Punkten. Die Top-Scorerin der Mannschaft ist derzeit auch die beste Schützin der ganzen Liga. Sage und schreibe 73/12 Treffer erzielte Ann Kynast bereits. Das sind acht Tore pro Spiel. Die Linkshänderin gilt als ein großes Nachwuchstalent. Per Leihvertrag wechselte sie im Sommer für eine Saison von der zweiten Mannschaft der SG BBM Bietigheim zu den Waiblingerinnen. Dahinter folgen teamintern Tanja Padutsch (32 Tore), Sinah Chiara Hedwig Hagen (27 Tore), Aaricia Smits, die jüngere Schwester von Nationalspielerin Xenia Smits, (24/14 Tore) und Vivien Jäger (19 Tore). Letztere ist den Bienenfans noch gut bekannt. Sie spielte bis zur Saison 2016/2017 im Trikot des HCR und wechselte anschließend zum TV Nellingen. Zu Beginn der aktuellen Spielzeit schloss sie sich den Tigers an. Für Frank Mühlner wird es keine einfache Aufgabe: „Sie spielen einen sehr guten Tempo-Handball und Ann Kynast ist sensationell. Auch die Achse Rückraum-Kreis funktioniert hervorragend.“

Bienen wollen sich im oberen Tabellendrittel festsetzen

Für den am 29. November beginnenden Weihnachtsmarkt in Waiblingen werden die Bienen keine Zeit haben. Schließlich wollen sie ihrer Serie einen weiteren Sieg hinzufügen. Dank des deutlichen Erfolgs im Sachsenderby gegen den HC Leipzig (34:25) haben die Rödertalbienen nun 12:6 Punkte auf dem Konto und belegen den fünften Tabellenplatz. Allerdings wurden auch in diesem Spiel wieder die Schwächen in der Chancenverwertung deutlich. „Ich habe bereits nach dem Sieg im Nachholspiel gesagt, dass in dieser Liga jeder jeden schlagen kann, aber ich mich trotzdem freue, wenn wir die Serie weiter ausbauen. Das gilt nach wie vor.“ warnt Mühlner seine Mannschaft davor, es jetzt schleifen zu lassen. Beim HCR kehrte Lisa Loehnig ins Training zurück – trainierte aber noch individuell. Mühlner dazu: „Wir werden sehen, ob sie unter der Woche schmerzfrei bleibt. Für Ann-Catrin Höbbel kommt ein Einsatz am Wochenende definitiv zu früh. Bei Lisa wird es ganz knapp.“ Außerdem fehlten Rabea Pollakowski und Linda Emely Zöge wegen einer Erkältung. Die Bienen werden wieder alles geben, um den nächsten Sieg zu bejubeln und vielleicht ist in diesem Fall ja doch noch Zeit für einen Glühwein, bevor es wieder zurück ins Rödertal geht?!

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Eislöwen gleich 2x gegen Kaufbeuren

Dresden. Am Wochenende sind die Dresdner Eislöwen gleich zwei Mal gegen den ESV Kaufbeuren gefragt. Stürmer Tom Knobloch kehrt in den Kader zurück, allerdings ist der Einsatz von Elvijs Biezais zum jetzigen Zeitpunkt noch fraglich. Rico Rossi, Eislöwen-Cheftrainer: „Es ist super, dass uns ein Back-to-Back-Wochenende bevorsteht, denn es macht viel Spaß den gleichen Gegner kurz hintereinander zu haben. Mit Kaufbeuren treffen wir auf unseren direkten Konkurrenten, wenn es um den zehnten Tabellenplatz geht. Die beiden Spiele am Wochenende haben irgendwie Playoff-Charakter, bei denen man unbedingt zeigen will, was in einem steckt.“ Mario Lamoureux: „Damit wir Kaufbeuren schlagen können, müssen wir einfach besser spielen als zuletzt. Die kommenden Spiele sind wichtig, denn wir brauchen jeden Punkt. Wir müssen ab dem Zeitpunkt, an dem der Puck fällt, bereit sein. Selbstvertrauen macht jedes Team besser, weshalb es auch für uns wichtig ist, durch Erfolg welches zu bekommen.“ Am Freitag, 13. Dezember, 19.30 Uhr, empfangen die Dresdner Eislöwen den ESV Kaufbeuren 19.30 in der EnergieVerbund Arena. Das Spiel wird geleitet von den HSR Sven Fischer und Razvan Gavrilas. Kassen und Arenatüren öffnen 18 Uhr, der VIP-Raum 18.30 Uhr. Das Spiel beim aktuellen Tabellenzehnten am Sonntag, 15. Dezember beginnt 17 Uhr. SpradeTV zeigt beide Partien live. Beim Heimspiel gegen den ESV Kaufbeuren gastiert ein Wunderkind der Jonglage in der EnergieVerbund Arena. Alan Sulc gilt als ein Weltstar unter den Jongleuren und wurde bereits mehrfach international ausgezeichnet. Zuletzt erhielt der erst 29-Jährige zwei Sonderpreise für seine innovative Jongliernummer beim Circusfestival von Monte Carlo. Seine einzigartige Hand- und Fuß-Jonglage zu irischem Stepptanz ist im Rahmen der Einlaufshow zu erleben. (pm)Am Wochenende sind die Dresdner Eislöwen gleich zwei Mal gegen den ESV Kaufbeuren gefragt. Stürmer Tom Knobloch kehrt in den Kader zurück, allerdings ist der Einsatz von…

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