Silke Richter/mlh

Ferienlager auf dem Markt

Hoyerswerda. Innerhalb des Altstadtboulevards veranstaltet die Interessengemeinschaft IG Kinderferien Spiel- und Bastelangebote sowie ein Wissensquiz.

Es hätte alles so schön sein können. Baden im Machasee, spielen, Spaß haben, Ausflüge in Gemeinschaft – so hatte es die Interessengemeinschaft IG Kinderferien eigentlich geplant. Doch die Corona – Pandemie wollte es anders. Dann machen wir aus der Not eben eine Tugend, sagten sich die Vereinsmitglieder. Und somit wird derzeit Ferienlageratmosphäre nicht in Tschechien, sondern auf dem historischen Marktplatz verbreitet.

Viel Liebe zum Detail

Dafür ist mit sehr viel Liebe zum Detail, ein sehr schöner Inselbereich entstanden. Rund um den Sorbenbrunnen stehen Tische und Stühle an denen gebastelt und gemalt werden kann. In den vergangenen Tagen entstanden Loom – Armbänder. Das sind kleine Silikonringe, mit denen sich Schmuck herstellen lässt. „Das Material ist toll und sehr beliebt bei Kindern, weil man mit diesem Schmuck auch problemlos baden gehen kann“, erklärt Beate Möller.

Die stellvertretende Vereinsvorsitzende wäre derzeit als Begleiterin im Ferienlager in Doksy mit dabei. Genau wie Sarah Höhne. Stattdessen engagieren sich die beiden Frauen nun bis zum Ende der zweiten Ferienwoche auf dem Marktplatz, der am Donnerstag auch von Kindern aus der Lebenshilfe - Integrationskita „Max und Moritz“ sowie „Bussi Bär“ besucht wurde. Erzieherin Carin Schulz ist sehr froh über die angebotenen Ferienspiele. „Wir haben in unserer Einrichtung den so genannten Kinder – Wissensclub „KiWi“ . Dabei erleben die Vorschulkinder viele lehrreiche und interessante Dinge. Davon konnte wegen Corona vieles nicht stattfinden. Deshalb versuchen wir jetzt mit solchen Angeboten das Defizit wieder auszugleichen.“

Spiel, Spaß und Spannung

... kommen jedenfalls nicht zu kurz. So verzierten die Jungen und Mädchen auch Korkplatten und bastelten mit Perlen und Draht. Freilich gibt es noch weitere Möglichkeiten der Beschäftigung. So sind unter anderem auch Wurf- und Geschicklichkeitsspiele, das Fahren mit Pedalos und Tischfußballkicker möglich. Emily, Lena und Betty schätzen vor allem, dass sie zusammen Zeit verbringen und gemeinsam Spaß haben können.

Sehr lehrreich und informativ ist das Kräuterquiz mit Beate Möller. Die Expertin kennt sich nämlich nicht nur mit allerlei Teesorten, deren Entstehung, Verarbeitung und Zubereitung besonders gut aus, sondern auch mit Gartenkräutern und Co.
Wer mag kann auch gern Steine bunt bemalen und dabei seiner Kreativität freien Lauf lassen.

Die Ergebnisse sollen zum Abschluss der Ferienspiele auf dem Markt ihren Platz finden. In Abstimmung mit der Stadt Hoyerswerda sollen die kleinen Kunstwerke an einem geeigneten Ort eng aneinandergereiht eine Schlange bilden, deren Botschaft gern im Auge des jeweiligen Betrachters liegen darf.  „Wir wollten uns wegen dem Sinnbild nicht festlegen. Die Kette kann einfach nur schön aussehen, oder Erinnerungen an die ganz besonderen Ferienspiele in etwas schwierigen Zeiten wecken oder eben etwas ganz anderes für die Menschen bedeuten. Jeder der mag, kann Steine bringen und die Kette vervollständigen “, erklärt Beate Möller über die geplante Aktion. Die stellvertretende Vereinsvorsitzende hofft, dass im Herbst vom 24. Oktober bis 31. Oktober das geplante Ferienlager in Doksy wieder stattfinden kann. 

Es sind noch Plätze frei.

Auf die Jungen und Mädchen warten Tagestouren, Lagerfeuer, Sport, Spiel, Ausflüge, Discoveranstaltungen und sportliche Wettkämpfe.  Da dem Verein die Unterstützung von sozial-schwachen Familien ganz besonders am Herzen liegt, ist beim Reisepreis auch eine Ratenzahlung möglich, wie Beate Möller erklärt. Anmeldungen für Ferienspiele und Ferienlager sowie weitere Informationen unter www.ig-kinderferien.de, telefonisch 03571 – 601805, Bürozeiten im Haus der Parität Heinrich Mann Straße 37 Mittwoch von 15 bis 17 Uhr und freitags von 9 bis 11 Uhr.

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Lausitzer Kunst im virtuellen Raum

Schwarzheide. Kippenlandschaften, Bergbauseen, Stadtpanoramen und mythologische Wesen – die aktuelle Sonderausstellung „Umbruch und Beständigkeit“ zeigt Schlüsselwerke der Kunstsammlung Lausitz. Die Bandbreite reicht von Arbeiten aus den 1920er Jahren bis zu Werken einer jungen Lausitzer Künstlergeneration. Am Dienstag, 11. August 2020 laden das Museum des Landkreises Oberspreewald-Lausitz und die BASF Schwarzheide GmbH erneut zum virtuellen Rundgang durch die gemeinsame Ausstellung ein. Ab 17 Uhr öffnet sich für eine Stunde ein digitaler Raum mit ausgewählten Kunstwerken aus der Ausstellung. Auch die spontane Teilnahme an der Führung ist noch möglich. Wer mitmachen möchte, meldet sich bis zwei Stunden vor Beginn per E-Mail unter museum@osl-online.de an. Mit dem eigenen Smartphone oder Computer kann man sich dann bequem von Zuhause in den Rundgang einwählen. Die Teilnahme an der Führung ist kostenlos. Die Ausstellung „Umbruch und Beständigkeit“ zeigt noch bis zum 25. Oktober 2020 an zwei Orten Kunstwerke, die seit der deutschen Wiedervereinigung Eingang in die Kunstsammlung Lausitz gefunden haben. Im Senftenberger Schloss und im Kulturhaus der BASF in Schwarzheide sind über einhundert Arbeiten von achtzig Künstlerinnen und Künstlern zu sehen, darunter Gemälde, Grafiken und Skulpturen. Die Kunstsammlung Lausitz im Senftenberger Schloss steht Besuchern in der Sommerzeit täglich von 10.30 bis 17.30 Uhr offen. Da der Ausstellungsort in Schwarzheide aufgrund der aktuellen Corona-Maßnahmen noch nicht besucht werden kann, ist dieser digitalisiert worden. Als virtuelle Ausstellung ist er rund um die Uhr kostenfrei unter www.basf-schwarzheide.de erlebbar. Geführte digitale Ausstellungsrundgänge bieten das Museum des Landkreises Oberspreewald-Lausitz und die BASF Schwarzheide GmbH einmal im Monat an. Die nächsten Termine sind Dienstag, der 15.09.2020 und Freitag, der 16.10.2020, jeweils um 17 Uhr. Kippenlandschaften, Bergbauseen, Stadtpanoramen und mythologische Wesen – die aktuelle Sonderausstellung „Umbruch und Beständigkeit“ zeigt Schlüsselwerke der Kunstsammlung Lausitz. Die Bandbreite reicht von Arbeiten aus den 1920er Jahren bis zu…

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