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Kinderschutzbund blickt ins neue Jahr

Heidi Kempke vom Deutschen Kinderschutzbund (DKSB) e.V., Ortsverband Senftenberg, blickt vorsichtig optimistisch ins neue Jahr.

»Ich gehe davon aus, dass wir in diesem Jahr Corona in den Griff bekommen werden und hoffe, dass wir dann endlich wieder unsere Arbeit auf allen Ebenen umfangreich ausüben können. Zwei Jahre hat uns die Pandemie bereits ausgebremst«, sagt die stellvertretende DKSB-Ortsverbandsvorsitzende. Das gehe natürlich zu Lasten der Kinder, die aktuell viel aushalten müssten. Positiven Schwung für ein gutes neues Jahr habe der DKSB im Dezember aufgenommen. »Unsere Kinderwunschbaumaktion, die wir auf Initiative des Rewe-Marktes Senftenberg durchführten, war ein großer Erfolg. 45 Kinder hatten für diesen Baum Kugeln und Glocken gebastelt und darin ihre Wünsche geschrieben. Ihnen allen konnten wir vor Weihnachten ein Päckchen überreichen. Diese wurden von Kunden des Supermarktes zusammengestellt. Dafür bedanken wir uns von ganzem Herzen«, erzählt Heidi Kempke. Wie sie berichtet, soll diese Aktion in diesem Jahr seine Fortsetzung finden.

Jahresabschluss 2021 macht Mut für 2022

Das Gemeinschaftsprojekt war laut Heidi Kempke ein schöner Abschluss für 2021 und macht Mut für 2022. »Wir kommen aus einem schwierigen Jahr. Doch wir wollen wieder Fahrt aufnehmen und vor allem mit unseren traditionellen Veranstaltungen Kinder wieder Freude bereiten. Dafür sind wir weiterhin auf Unterstützung angewiesen. Wir sind froh, dass uns Förderer, Partner, Institutionen und Sponsoren nach wie vor die Treue halten und uns unterstützen. Ihnen wollen wir auf diesem Weg herzlich für ihr Engagement für unsere Sache danken.« Heidi Kempke denkt vor allem an das große Kinderfest zum Weltkindertag und an die Weihnachtsfeier mit dem Bürgermeister. »Das können wir alles nur mithilfe von Unterstützern durchführen. Unsere Konzepte für diese Veranstaltungen stehen und auch unsere Partner stehen bereit.«

Kinder- & Jugend-telefon unterstützen

Zum Jahresauftakt steht vorerst die konstituierende Sitzung des neuen Vorstandes an. Dieser wurde im Dezember gewählt. Dann gilt es, den Hortbetrieb in der Grundschule am See sowie das Kinder- und Jugendtelefon weiter abzusichern. »Im neuen Jahr wollen wir eine neue Gruppe für das Kinder- und Jugendtelefon aufbauen. Wir brauchen neue Berater«, sagt Koordinatorin Sabine Fritsche. Aktuell seien sieben Ehrenamtliche am Kinder- und Jugendtelefon aktiv. Sie würden sich die Beratungen aufteilen. Dafür sind sie montags bis samstags von 14 Uhr bis 20 Uhr erreichbar. »Jeder Berater ist für zwei Stunden am Telefon eingeteilt«, erzählt Sabine Fritsche und fügt an, dass Interesenten eine zertifizierte Ausbildung zum Telefonberater erhalten. Die Kosten übernehme der DKSB. Speziell für »Jugend berät Jugend« wären jugendliche Berater sehr hilfreich. Im vergangenen Jahr haben die Berater in Senftenberg rund 4.000 Gespräche geführt. Die Anrufer stammten aus unterschiedlichen Bundesländern. »Die Themen sind so unterschiedlich wie die Jugendlichen selbst. Streitende Eltern, Sorgen in der Schule und der Verlust von Freizeitaktivitäten während der Pandemie beschäftigen zurzeit viele Jugendliche.«

Interesse

  • Wer Interesse an einer ehrenamtlichen Mitarbeit am Kinder- und Jugendtelefon in Senftenberg hat, der kann sich unter 03573/ 663066 oder unter 0163/7477319 melden.
  • Das Kinder- und Jugendtelefon ist deutschlandweit unter der Rufnummer 116 111 erreichbar.
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