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Klinik, Therapie, Kur oder Wellness für Schloss Hirschstein?

Mit Ideen zur Nutzung und einem Hilfsangebot sieht sich Dr. Thomas de Maiziere auf Schloss Hirschstein um.
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Hirschstein. Mit großen Erwartungen und auch der einen oder anderen Hoffnung steht Bürgermeister Conrad Seifert auf dem Schlosshof in Hirschstein. Das Problem, was ihn umtreibt, beschäftigt die Gemeinde Hirschstein seit vielen Jahren: Wie kann das Schloss Hirschstein künftig genutzt werden? Er hofft auf eine passende Nutzungsidee für Schloss Hirschstein von Thomas de Maiziere. Der Ex-Bundesminister war in seinem Wahlkreis unterwegs und begeistert von dem Engagement der Gemeinde und des Fördervereins, das Schloss schrittweise zu sanieren, öffentlich zugänglich zu machen und nicht müde zu werden, einen guten Nutzer zu finden. Guter Zustand Der bauliche Zustand des Schlosses ist durchaus gut. Das Dach und die Fassade wurden erneuert, eine neue Heizung eingebaut. Auch die Räume im Innenraum wurden und werden nach und nach restauriert. Der Förderverein hat dafür mehr als 20.000 Euro durch Spenden und Unterstützungsleistungen aufgebracht. »Wir waren in den vergangenen sieben Jahren, in denen das Schloss der Gemeinde gehört, bereits erfolgreich bei der Sanierung der Rundhallen, verschiedener Versammlungsräume und der Eingangshalle«, erklärt der Bürgermeister Conrad Seifert. Kein Märchenschloss Auch die bereits erarbeitete Idee ein Familien- und Märchenschloss zu etablieren, ist nicht gelungen. »Dafür fehlt uns einfach das Geld und sicher auch die touristische Bekanntheit«, so Seifert weiter. Aber die Idee auch in Zukunft auf den Gesundheitssektor, eine Kur- oder Wellnesseinrichtung sowie ein Therapiezentrum zu setzen, kommt auch beim Politiker de Maiziere an. Hier könnte er ein gutes Wort für die Region einlegen. Bereits zu Zeiten der DDR wurde das Schloss als Kindersanatorium mit ca. 30 Zimmern genutzt. Die Räume würden eine ähnliche Nutzung wieder erlauben. Auch ein Lift für die Barrierefreiheit könnte angebaut werden. Bestehende Nebengebäude könnten für Ärzte oder andere Therapieeinrichtungen genutzt werden. Jetzt ist die Hauptaufgabe einen Träger für eine entsprechende Einrichtung zu begeistern. Besonders eine Erholungseinrichtung für Kinderpflege würde gut in die Gemeinde passen. Durch die Besucher würden auch viele Gäste in die Region kommen und die Einrichtung so eine große touristische und wirtschaftliche Strahlkraft haben. Weitere Flächen Auch im aufgestellten Flächennutzungsplan hat die Gemeinde bereits vorgesorgt. In direkter Nähe des Schlosses stehen weitere Flächen für zusätzliche Einrichtungen zur Verfügung. Ein neuer Träger würde also mit offenen Armen empfangen werden. Vielleicht kann der ehemalige Innenminister einen Kontakt zu einigen Klinikbetreibern herstellen und auf Hirschstein neugierig machen. Den engagierten Kämpfern für das Schloss sei es in jedem Fall zu wünschen.