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Kreishaus erstrahlt bald in neuem Glanz

Das denkmalgeschützte Kreishaus in Calau wird bald in neuem Glanz erstrahlen. Nach bereits erfolgter Innensanierung in den zurückliegenden Jahren beginnt in diesen Tagen nun auch unter denkmalrechtlichen Bedingungen die energetische Sanierung der Außenfassade. Darüber informiert Sarah Werner, Sprecherin des Landkreises Oberspreewald-Lausitz.

Auch die Fenster haben ausgedient und werden ausgetauscht, heißt es. Voraussichtlich bis zum Jahr 2018 werden Baufirmen an dem Gebäude in der Joachim-Gottschalk-Straße 36 Hand anlegen. Das Gebäude selbst blicke bereits auf eine über 100-jährige Geschichte zurück. Kosten: 1,3 Millionen Euro Gebaut werde in mehreren Abschnitten. In dieser Woche starten laut Werner zunächst die Arbeiten an der Nordfassade auf der Eingangsseite. Ab dem Jahr 2017 würden die restlichen Seiten folgen. Die Kosten für die Maßnahme „Energetische Sanierung der Fassade am Kreishaus Calau“ betragen voraussichtlich 1,3 Millionen Euro, heißt es. Der Betrag werde zu 90 Prozent durch Fördermittel aus dem Kommunalinvestitionsfördergesetz des Bundes gedeckt. Der Eigenanteil in Höhe von zehn Prozent stamme aus Mitteln des brandenburgischen Finanzausgleichsgesetzes (BbgFAG). Baujahr zwischen 1901 und 1903 Erbaut wurde das Gebäude als Kaiserliches Landratsamt in der Zeit zwischen 1901 und 1903 nach Plänen des Regierungsbaurates Tieffenbach aus Frankfurt (Oder) im Stil der Neo-Renaissance. Im Neubau waren die Büros des Königlichen Landratsamtes, der Königlichen Kreiskasse, des Kreisausschusses sowie die Kreiskommunal- und die Kreissparkasse untergebracht. Erweiterungsbauten folgten in den Jahren 1920 (Anbau des Ostflügels) und 1936/37 (Ausbau des Dach- und Kellergeschosses). Die Erweiterungsbauten wurden mit der Einrichtung des Kreisbauamtes und der Erweiterung der Kreissparkasse einschließlich Tresorräume erforderlich. Kreishaus brannte aus Die Kriegsvorbereitungen führten zum Bau von Luftschutzräumen. Das Kreishaus brannte durch Kriegseinwirkungen 1945 bis auf den Westflügel aus. Aufgrund der großen Zerstörungen in den letzten Kriegstagen 1945 wurden die Reste von Treppentürmen, Ziergiebel und Zierelementen beim anschließenden Wiederaufbau gänzlich entfernt und nicht wieder aufgebaut. Es entstand ein zweckmäßiger, schlichter Verwaltungsbau. Auf Grund der Gebäudezerstörung wurde die Kreisverwaltung zeitweilig nach Senftenberg verlegt. In den Jahren 1947 bis 1952 erfolgte eine Gebäudeteilnutzung als Fachschule für Landwirtschaft des Landes Brandenburg. Mit der Verwaltungsreform 1952 wurde das Gebäude zum Sitz des Rates des Kreises Calau mit allen Fachabteilungen und der Kreissparkasse. Bis 1994 bildete das Gebäude den Sitz des Calauer Landratsamtes. Seit 1994 ist es die Hauptaußenstelle der Kreisverwaltung des heutigen Landkreises Oberspreewald-Lausitz. In den Jahren von 2010 bis 2013 erfuhr das Gebäude eine umfassende Sanierung des Innenbereiches.  Zukünftig mit Verkehrswesen Am heutigen Verwaltungsstandort in Calau seien neben der Dezernentin und 1. Beigeordneten das Amt für Umwelt und Bauaufsicht, das Amt für Straßenverkehr und Ordnung (Bereich Allgemeine Ordnungsangelegenheiten/ Gewerbefachaufsicht/ Jagd- und Fischereiwesen) sowie der Bereich Landwirtschaft des Amtes für Veterinärwesen, Lebensmittelüberwachung und Landwirtschaft untergebracht. Mit dem bevorstehenden Umzug des Straßenverkehrsamtes in das Gebäude der Sparkasse in der Calauer Innenstadt im kommenden Jahr werde im Kreishaus zusätzlich auch der Bereich Verkehrswesen anzutreffen sein.


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