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Mittlere Brücke wird neu gebaut

Riesa. In den kommenden Jahren werden die Umbaupläne der Bahn nicht nur den Bahnhof und die Gleise betreffen. Auch eine wichtige Brücke auf der Weida-Gröba-Verbindung muss neu gebaut werden.

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Mit dem Ziel, die Streckengeschwindigkeit auf 200 km/h zu erhöhen und Dresden und Leipzig besser zu verbinden, arbeitet die Bahn unter dem Motto: »Sachsen kommt sich näher« auch in und um Riesa. Mit dem Projekt betraut ist die InfraGo, die alle Umbaubeteiligten zum Ausbau Projekt Bahnhof und Strecke Riesa zusammenbringt. Aktuell befindet die Bahn sich in der Phase der Genehmigungsplanung und plant einen Baubeginn für frühestens 2029 und einer etwa fünfjährigen Bauzeit - also für den Laien ein echtes Langzeitprojekt.

 

Brückenneubau

Für Riesa stehen nicht unerhebliche Änderungen an. »Die Arbeiten teilen sich in zwei Abschnitte: die Veränderungen am Riesaer Bahnhof und der Bahnknoten am Abzweig Röderau und am Abzweig Zeithain - Bogendreieck. Der Abschnitt Glaubitz/Weißig befindet sich in der Fertigstellung und der Abschnitt Cottwitz Weinböhla wird geplant«, so Lars Enzmann von InfraGo. So werden die Bahnübergänge in Zeithain und Röderau beseitigt und so die Gleis-Straßen-Kreuzungen sicherer gestaltet.

Zur Ertüchtigung der Gleise auf die neue Geschwindigkeit von bis zu 200 km/h gehört auch die komplette Erneuerung einer der drei Eisenbahnbrücken über die Rostocker Straße. »Wir werden die mittlere Eisenbahnbrücke über die Rostocker Straße neu erbauen und die Lichte Höhe auf 4,5 Meter erhöhen«, fügt Enzmann an. Damit werden auch alle »Nicht-Zugnutzer« von den Umbauten betroffen sein.

 

Neuordnung am Bahnhof

Weitere technische Veränderungen wird es im Riesaer Bahnhof geben. Das große Ziel sind durchgehende Gleisstrecken für hohe Geschwindigkeiten, neue Zubringergleise, moderne Stellwerkstechnik und Zugsicherungstechnik.

Zwar sind im Bahnhof nur Geschwindigkeiten von max. 120 km/h möglich, dennoch wird es Umbauten an den Gleisen, den Bahnsteighöhen und -längen geben. Es werden neue barrierefreie Wegebeziehungen und neue Aufzüge geplant sowie Schallschutz geschaffen. Das Bahnhofsgebäude ist allerdings nicht Teil der Umbauten und Planungen.

 

Neues Bahnsteigkonzept

Die Fernbahnsteige 2 + 3 werden verlängert. Der Bahnsteig 4 wird ein Außenbahnsteig. Direkt vor dem Bahnhofsgebäude wird der Bahnsteig 1 geteilt: Bahnsteig 1a für den RE 50 Dresden und am Bahnsteig 1 fährt die RB 45 nach Chemnitz-Elsterwerda. Die Bahnsteige 6 und 8 bieten Potenzial zur Erweiterung. Bahnsteig 5 entfällt.

 

Achtung Denkmalschutz!

Im Bereich des Riesaer Bahnhofs bleiben einige technische Denkmale auch ohne Nutzung weiterhin erhalten. So werden auch die typischen Wasserkräne an der Bahnhofseinfahrt erhalten. Auch der Portalkran soll bleiben. »Wir bauen ihn im Zuge der Gleiserneuerung ab und stellen ihn nach der Instandsetzung an geeigneter Stelle wieder auf. Das Stellwerk bleibt ohne Funktion erhalten.

 

Übrigens bleibt im Zuge der Planungen auch die Chance für eine Neuerweckung der Strecke Riesa-Nossen möglich. Diese anvisierte Neuinbetriebnahme ist Grundlage eines anderen Planungskonzeptes.

 

Infos unter www.leipzig-dresden.de/knoten-riesa.html


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