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Barrierefrei in den »Ort der Stille«

Meißen. Der Meißner Dom erhält über den Landkreis Meißen Fördermittel aus dem Investitionsprogramm »Barrierefreies Bauen – Lieblingsplätze für alle für barrierefreie Zugänge«.
Der Meißner Dom wird weiter barrierefrei. Mit dem neuen Umbau sollen »Lieblingsplätze« für alle leichter zugänglich werden.

 

Neue Sprechanlage

 

Im Rahmen dieses Programms soll der öffentliche Teil des Doms einen neuen und geeigneten Zugang für bewegungseingeschränkte Dombesucher oder Familien mit Kinderwagen bekommen. Geplant sind in diesem Projekt die Anschaffung einer Gegensprechanlage mit Videokamera für den behindertengerechten Zugang zum Dom über die »Achteckkapelle« an der Südseite des Gebäudes. Dort gibt es bisher keine Kommunikationsmöglichkeit mit den Mitarbeitenden im Kassenbereich.

Das soll sich jetzt schnell ändern. »So bald alle technischen Anschaffungen getätigt werden konnten, wird zeitnah der Einbau erfolgen«, erklärt Dompfarrer und Superintendent Andreas Beuchel im beisein von Dombaumeister Dr. Knut Hauswald und Stephan Lorenz von Kreissozialamt, der zuständigen Förderbehörde für das Vorhaben.

 

Neuer Boden für den »Raum der Stille«

 

Darüber hinaus sollen umfangreiche Verbesserungen für die Allerheiligenkapelle am Kreuzgang durch eine eigene Spendenaktion realisiert werden. Die Allerheiligenkapelle gehört zu den ältesten Räumen des Doms und wurde 1296 geweiht. Während der Öffnungszeiten des Doms ist sie als »Raum der Stille« frei zugänglich und ein Ort für Andacht und Gebet.

 

Allerdings bereiten die unebenen historischen Grabsteine auf dem Fußboden immer wieder »Probleme« und können zu Stürzen bei den Besuchern führen. Deshalb soll der Boden jetzt ebener gestaltet werden. So werden die auf dem Boden verbauten Grabplatten konserviert und mit einem neuen Sandsteinboden überdeckt, der gemeinsam mit einer barrierefreien Gestaltung des Schwellenbereichs den Zugang für Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit ermöglicht. »Um die Allerheiligenkapelle wieder regelmäßig für Gottesdienste und pädagogische Angebote nutzen zu können, werden aber weiterhin Spenden in Höhe von 15.000 Euro benötigt«, erklärt der Dompfarrer.

 

Auch die Figuren des gotischen Altarretabels sollen restauriert werden.


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