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Grünes Licht für Netzknoten Horka

Horka. SachsenNetze baut einen neuen Einspeisepunkt für ein zukunftsfestes Stromnetz im Landkreis Görlitz. Die Baugenehmigung ist das, aktuell läuft die artenschutzrechtliche Prüfung.
Ein Grund für die Notwendigkeit des neuen Einspeisepunktes: Der große Anstieg der Anschlussanfragen für Photovoltaikanlagen.

Ein Grund für die Notwendigkeit des neuen Einspeisepunktes: Der große Anstieg der Anschlussanfragen für Photovoltaikanlagen.

Bild: Pixabay

Die SachsenEnergie-Tochter SachsenNetze hat die Baugenehmigung für den geplanten Netzknoten in Horka erhalten. Damit ist der Weg frei für einen wichtigen Baustein im Stromnetz des Landkreises Görlitz. Von der zusätzlichen Übertragungsfähigkeit durch den neuen Einspeisepunkt profitieren insbesondere die Betreiber kleinerer Photovoltaikanlagen.

 

»Wir freuen uns sehr über die positive Bewertung und setzen nun zuversichtlich die nächsten Schritte um«, sagt Dr. Steffen Heine, Geschäftsführer der SachsenNetze. Der sehr dynamische Anstieg der Anschlussanfragen für Photovoltaikanlagen in den vergangenen Jahren unterstreiche die Dringlichkeit des Projekts für den Netzausbau im Landkreis: »Allein im Landkreis Görlitz wurden Verknüpfungspunkte mit einer Gesamtleistung von mehr als 1000 Megawatt angefragt. Wir werden nun gewissenhaft die artenschutzrechtliche Prüfung umsetzen und uns dafür eng mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamts Görlitz abstimmen. Wir hoffen, das Projekt dann zügig umsetzen zu können«, so Heine.

 

Die artenschutzrechtliche Prüfung läuft bereits. Hierfür hat SachsenNetze das Büro Neuland – Landschafts- und Freiraumplanung aus Oppach gebunden. Bis Oktober 2024 wird SachsenNetze der Unteren Naturschutzbehörde den Bericht vorlegen und dann engmaschig das weitere Vorgehen abstimmen. Sobald alle Genehmigungen vorliegen, können die Baumaßnahmen unverzüglich beginnen. SachsenNetze investiert rund 14 Millionen Euro für die Errichtung des Netzknotens.

 

Bereits 2015 begannen die ersten Vorplanungen für den Netzknoten in Horka. Nach mehrjähriger Grundstückssuche wurde mit Unterstützung des Landkreises Görlitz und des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) eine Lösungsmöglichkeit gefunden. Auf einer Fläche von etwa 1,5 Hektar wurde der Netzknoten geplant. Ein Netzknoten im Hochspannungsnetz dient der Spannungshaltung sowie der Lastflussoptimierung – vergleichbar mit einer Verteilerdose, nur größer als in der Hausinstallation und mit schaltbaren Abgängen. Mit einem Netzknoten werden lange Leitungswege verkürzt, was das Netz leistungsfähiger macht. So kann es besser ausgenutzt und an den Bedarf vor Ort angepasst werden.


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