Sandro Paufler

Wie mehr Lehrkräfte für die Oberlausitz gewonnen werden sollen

Löbau. In Löbau bekommen Referendare für Ober- und Förderschulen eine Lehrerausbildungsstätte. Mit dieser Möglichkeit möchte das Kultusministerium mehr Lehrer für die Oberlausitz gewinnen.
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In Löbau können sich Referendare der Ober- und Förderschule ausbilden lassen. Symbolbild.

In Löbau können sich Referendare der Ober- und Förderschule ausbilden lassen. Symbolbild.

Foto: Kzenon/ adobe stock

Die Lehrerausbildung im ländlichen Raum wird weiter ausgebaut: Das Sächsische Kultusministerium bestätigt, dass angehende Lehrkräfte nach ihrem Studium die Möglichkeit haben, ihr Referendariat für die Ober- und Förderschule in der Oberlausitz absolvieren zu können. Ab ersten August startet am Löbauer Standort des Landesamtes für Schule und Bildung die Ausbildung dafür. Somit können angehende Lehrer neben der Arbeit an den Schulen ihre theoretische Ausbildung in Löbau absolvieren. Im ersten Ausbildungsjahr sollen 15 bis 20 Referendare gewonnen werden. Die Zahl soll sich in den kommenden Jahren immer weiter steigern. Bereits seit 2019 werden angehende Grundschullehrkräfte in Löbau ausgebildet. Mit der Ausbildungserweiterung für Ober- und Förderschulen sollen Lehrer in der Region gehalten werden. "Von einer erweiterten Lehrerausbildungsstätte in Löbau erhoffe ich mir Klebeeffekte, damit es uns in Zukunft besser gelingt, den Lehrerbedarf in Ostsachsen zu decken", erklärte Kultusminister Christian Piwarz auf einer Pressekonferenz.

 

Löbau wurde als Standort favorisiert

 

Nach Angaben des Kultusministeriums haben sich die Verantwortlichen für den Standort Löbau entschieden, weil bereits angehende Lehrkräfte ausgebildet werden, die Lage zwischen den Landkreisen Bautzen und Görlitz zentral ist und die Stadt über eine gute Verkehrsanbindung verfügt. Zu Beginn wird am Standort der Hartmannstraße 6 gestartet. Gleichzeitig ist das Sächsische Kultusministerium aktiv auf der Suche nach einer Immobilie mit einer Nutzfläche von über 2000 Quadratmetern, um die Ausbildung in einem größeren Rahmen durchführen zu können.

 

Wie sich das Referendariat gestaltet

 

Der Plan sieht vor, dass die Referendare an vier Tagen pro Woche in einer Schule der Region arbeiten und an einem Tag in Löbau selbst theoretischen Unterricht erhalten. Die gesamte Ausbildung erstreckt sich über einen Zeitraum von 18 Monaten, der sowohl eigene Unterrichtsstunden an der Schule, Hospitationen bei anderen Lehrkräften als auch verschiedene Ausbildungsseminare umfasst. Nach dem Bestehen der mündlichen Prüfung und der positiven Bewertung der Lehrproben ist die zweite Staatsprüfung geschafft und einer Arbeit als ausgebildete Lehrkraft steht nichts mehr im Wege.

Bewerbungen für den Löbauer Standort können noch bis zum 1. März beim Landesamt für Schule und Bildung abgegeben werden.


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