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Bookcrossing jetzt auch für Kamenzer Leseratten

Bücherfreunde kennen das: neben dem Regal mit den liebsten Büchern, die man nicht einmal gern verborgt, finden sich auch Exemplare, für die man, einmal gelesen, kaum noch Verwendung findet. Doch dieser Lesestoff muss nicht im eigenen Bücherregal verstauben.
Immer dienstags und donnerstags von 15 bis 17 Uhr "lässt" Kathrin Wendling im Kamenzer Winzereck Bücher "frei". In der zentralen Anlaufstelle am Markt sind Neugierige ebenso willkommen wie Bücherfreunde, die ihren eigenen Lesestoff teilen wollen.

Immer dienstags und donnerstags von 15 bis 17 Uhr "lässt" Kathrin Wendling im Kamenzer Winzereck Bücher "frei". In der zentralen Anlaufstelle am Markt sind Neugierige ebenso willkommen wie Bücherfreunde, die ihren eigenen Lesestoff teilen wollen.

Dem einen oder anderen Besucher des letzten Kamenzer Einkaufssonntags sind sie schon aufgefallen: Bücher, eingepackt in gelbe Plastiktüten und versehen mit einem gelb-weißen Aufkleber, lagen hier und da auf Parkbänken oder an Schaufenstern. Hat die jemand verloren? Was soll damit geschehen? Schnell waren diese Fragen laut ausgesprochen – auf der Straße und im sozialen Netzwerk. „Aufklären“ kann dazu Kathrin Wendling. Sie ist selbst leidenschaftliche Bookcrosserin und will diese Art der Bücher-Nachnutzung nun auch in Kamenz etablieren. „Beim Bookcrossing lässt man Bücher, von denen man sich trennen möchte, einfach frei, indem man sie an viel frequentierten Stellen – im Café, Park oder Bahnhof zum Beispiel – einfach liegen lässt“, erzählt sie. Unter www.bookcrossing.com kann man seine Bücher zuvor registrieren. Jedes Buch erhält dort einen Code zur Identifizierung. Somit kann der Finder den Fundort des Buches auf der Internetseite eintragen. Andererseits kann der Stifter verfolgen, welchen Weg sein Buch durch Deutschland oder gar durch die Welt nimmt. Neben dem freien Ablegen und Finden von Büchern gibt es in Kamenz nun auch eine konkrete Anlaufstelle für Büchertauschende. Jeden Dienstag und Donnerstag von 15 bis 17 Uhr ist Kathrin Wendling im ehemaligen Winzereck anzutreffen. Angestoßen durch einen Bericht über die Initiativen des Citymanagements in der Innenstadt kam ihr die Idee zu dieser festen Einrichtung. Erste Bücherspenden aus dem eigenen Regal, von Freunden und fremden Bücherfans füllen inzwischen die von Familie Richter gestifteten und aufgebauten Regale in dem ehemaligen Geschäft am Markt. Weitere Bücherspenden sind gern gesehen, ebenso wie Lesehungrige auf der Suche nach neuer Lektüre. „Dass Schöne am Bookcrossing ist, dass ein Buch, das der eine nicht mehr benötigt, dem anderen eine Freude bringt“, sagt sie. Einmal hier mitgenommene Bücher können dabei zurückgebracht oder an ganz anderer Stelle freigelassen werden. Ebenfalls im Regal stehen Bücher vom Förderverein des Museums der Westlausitz. „Diese Bücher geben wir für eine kleine Spende zugunsten des Museums ab.“ Das Freilassen und Einfangen aller anderen Bücher ist kostenfrei.


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