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Wachsaison am O-See eröffnet

Auch in diesem Jahr wird es einen Wasserrettungsdienst, auch Wachdienst genannt, am Olbersdorfer See (O-See) geben. Doch es fehlen Rettungsschwimmer.

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Zoë und Julian wachen am Olbersdorfer See über die Sicherheit der Badegäste.  Foto: DLRG Bezirk Zittau

Zoë und Julian wachen am Olbersdorfer See über die Sicherheit der Badegäste. Foto: DLRG Bezirk Zittau

Foto: DLRG Bezirk Zittau

Olbersdorf. Dazu haben sich die Verantwortlichen der Gemeinde Olbersdorf, der DRK Wasserwacht Zittau und des DLRG Bezirk Zittau verständigt. Das bedeutet, dass an den Wochenenden und in den Sommerferien Rettungsschwimmer vor Ort sein sollen, die dazu beitragen, dass die Badegäste am und im Wasser sicher sind. Finanziell wird der Wachdienst durch eine Spende der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien ermöglicht. Bislang ist allerdings nicht klar, ob DLRG und Wasserwacht mit ihren ehrenamtlichen Kräften den Wachdienst am O-See sicherstellen können.

 

Am Samstag vor Pfingsten fand die diesjährige Wachdiensteinweisung statt. Dafür haben sich 25 Personen zusammengefunden, die Interesse am Wachdienst zeigten. Allerdings waren einige der Teilnehmenden unter 16 Jahre alt und damit noch nicht dienstfähig. Besonders Rettungsschwimmer im Alter ab 18 Jahren sind selten geworden, da berufliche und familiäre Verpflichtungen immer weniger Zeit für die ehrenamtliche Tätigkeit lassen. Hinzu kommt die Konkurrenz durch den zentralen Wasserrettungsdienst an der Küste, wo die Kurverwaltungen attraktivere Anreize bieten, und die lukrativeren Angebote von Ferienjobs, bei denen Mindestlohn gezahlt werden muss.

 

Diese Entwicklung hatte sich bereits in den letzten Jahren abgezeichnet und wurde durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie noch verstärkt. Wegen der Schwimmbadschließungen konnten im DLRG Bezirk Zittau seit zwei Jahren fast keine neuen Rettungsschwimmer ausgebildet und die Aktiven kaum weitergebildet werden. Zusätzlich stehen bisherige Leistungsträger aufgrund von neu aufgenommenem Studium oder Ausbildung außerhalb der Region nicht mehr für Wachdienste zur Verfügung.