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Neißekinder feiern Richtfest

Der Rohbau steht, bis zum Beginn des nächsten Schuljahrs ist aber noch viel zu tun: An der Grundschule »Neißekinder« in Sagar wurde vergangene Woche Richtfest für den neuen Schulanbau gefeiert.
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Mitarbeiter der Gemeinde, Vertreter der Schule und Bauarbeiter stießen mit einem Glas Sekt an und einige Schüler sangen trotz Herbstferien ein kleines Ständchen: An der Grundschule Sagar wurde vergangene Woche das Richtfest für den neuen Anbau gefeiert. Damit ist ein wichtiger Schritt bei der Komplexsanierung der Schule gegangen worden. „47 Jahre nach der Schulerweiterung an der damaligen Polytechnischen Oberschule Sagar gesellt sich jetzt im östlichen Teil eine kleine Schwester dazu“, freute sich Bürgermeister Rüdiger Mönch. Bis zum Beginn des Schuljahres 2020/21 gilt es jetzt nicht nur, den Anbau fertigzustellen. Auch im alten Gebäude stehen Sanierungsarbeiten an.   Im Neubau findet sich nach Fertigstellung ein Treppenhaus samt neuem Haupteingang, eine Garderobe, Fachkabinette und Lehrer- und Klassenzimmer. Auch im Altbau werden Räume saniert, so dass dort neue Klassenräume entstehen. Heizungs-, Elektro- und Sanitäranlagen werden komplett erneuert bzw. saniert. Außerdem werden im gesamten Gebäude Datenleitungen verlegt, um die Schule fit für die digitale Zukunft zu machen. „Zeitlich liegen wir beim Bau im Plan“, sagte Marcell Hänchen vom Bauamt der Gemeinde beim Richtfest. Bei den Kosten rechnet er allerdings mit einer Steigerung, weil die Leistungen im Bereich Elektrik, Heizung und Sanitär im Vergleich zur Planung teuer geworden sind.

Kosten: 1,48 Millionen Euro

Insgesamt kostet die Sanierung samt Neubau 1,48 Millionen Euro. Über 83 Prozent davon stammen aus Fördermitteln. 648.000 Euro steuert der Bund bei, 590.000 Euro der Freistaat. Bleiben 242.000 Euro Eigenmittel. Die teilen sich Krauschwitz (180.000 Euro) und Weißkeißel (62.000 Euro), denn die Kinder aus der Nachbargemeinde gehen ebenfalls in Sagar zur Grundschule. Um diese Eigenmittel zu stemmen, musste die Gemeinde jeden Cent umdrehen und lange sparen. Bürgermeister Rüdiger Mönch erklärte beim Richtfest die Hintergründe. Von den jährlichen Schlüsselzuweisungen in Höhe von aktuell 113.000 Euro (im Jahr 2019), die Krauschwitz vom Freistaat für Investitionen erhält, sind 20.000 Euro der Grundschule zugeordnet. Um die Eigenmittel allein davon zu bezahlen, muss die Gemeinde also neun Jahre sparen, ohne den Baukostenzuschuss aus Weißkeißel sogar zwölf Jahre.  „Das zeigt, dass die zweckgebundenen Zuweisungen in einer strukturschwachen Region wie unserer völlig unzureichend sind“, so Rüdiger Mönch.


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