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Nach Schäden in Silvesternacht: OB fordert Videoüberwachung

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Mindestens 75000 Euro Schaden sind laut Polizei in der Silvesternacht in der Straßburgpassage und der Theaterpassage in Görlitz entstanden. Unbekannte hatten dort offenbar Böller gezündet. In der Straßburgpassage wurden neun Schaufensterscheiben von Geschäften zerstört, auch das Dach wurde in Mitleidenshaft gezogen. Entstandener Schaden: mindestens 50000 Euro. In der Theaterpassage gingen zwei Schaufensterscheiben zu Bruch. Der Schaden beläuft sich auf rund 25.000 Euro. Die Kriminalpolizei ermittelt in beiden Fällen. Oberbürgermeister Octavian Ursu äußerte sich am Neujahrtag zu den Vorfällen: „Die Lust an Zerstörung und die absolute Verantwortungslosigkeit sind auf das Schärfste zu verurteilen. Wir müssen uns über zusätzliche Möglichkeiten der Videoüberwachung Gedanken machen, gerade dort, wo sich viele Geschäfte befinden.“

So lief Silvester für die Polizei

Die Polizeidirektion Görlitz hat in den Landkreisen Görlitz und Bautzen mit Bezug auf Silvester 23 Strafanzeigen aufgenommen. So unter anderem drei Anzeigen wegen Körperverletzungen, fünf Anzeigen wegen Sachbeschädigung, fünf Anzeigen wegen Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz und drei weitere wegen Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion. 13 Mal wurden die Polizei wegen Lärmbelästigung gerufen. In Bautzen sind Polizisten in der Silvesternacht angegriffen worden. Die Beamten bestreiften die Friedensbrücke. Alljährlich treffen sich dort viele Menschen, um das neue Jahr zu begrüßen. Um Mitternacht befanden sich laut Polizei rund einhundert Menschen auf der Brücke. Gegen 00:15 Uhr warfen einige Personen Feuerwerkskörper in Richtung der Einsatzkräfte sowie unter die Fahrzeuge. Als die Polizeibeamten die Personalien der Werfer feststellen wollten, wurden sie unvermittelt von zwei Personen mit Faustschlägen angegriffen. Drei Polizisten erlitten Verletzungen, einer musste seinen Dienst beenden. Die beiden Deutschen konnten überwältigt und kurzzeitig in Gewahrsam genommen werden. Es handelt sich um einen 22-Jährigen und einen 48-Jährigen. Die Polizei ermittelt nun unter anderen wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und Körperverletzung.