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Nach Brand des Volkshauses: Stadt will Gebäude sichern

Der Brand ist gelöscht, die Mauern von außen abgestützt. Wie geht es jetzt mit dem Volkshaus in Weißwasser weiter?
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Das Feuer war noch nicht gelöscht, da verbreiteten sich schon die Spekulationen, wie es zu dem Brand im Volkshaus gekommen sein könnte. Brandstiftung lautete sofort eine der Thesen, schließlich hatte das Haus 2006 schon einmal aus diesem Grund gebrannt. Die Stadt hat auf ihrer Website dazu ein Statement des Oberbürgermeisters veröffentlicht. Darin bezeichnet Torsten Pötzsch den Brand als »eine Katastrophe für Weißwasser und seine Einwohner«, bittet aber auch darum, sich nicht an Spekulationen in den Sozialen Medien zu beteiligen, sondern die Ergebnisse der Brandermittler abzuwarten. Am Tag nach dem Brand war die Görlitzer Straße noch gesperrt. Denn die noch stehende Hülle des Gebäudes war einsturzgefährdet, musste gesichert werden. Dazu wurde mit speziellen Messgeräten von außen gemessen, ob sich die Mauern bewegen. Das THW errichtete Stützen.  Der Brandursachenermittler war am Montag vor Ort. Die Polizei ermittelt aktuell in alle Richtungen und nimmt Zeugenaussagen auf. Die Stadt hat derweil Statiker beauftragt. »Wir müssen jetzt herausfinden, was zu tun ist, damit zumindest der aktuelle Zustand des Gebäudes erhalten werden kann«, sagt Stadtsprecher Wulf Stibenz. Es gilt, einen Einsturz zu verhindern. Müssen etwa Stützmauern oder Stützstreben eingezogen werden, braucht es eventuell ein Schutzdach? Diese Fragen müssen von Fachleuten geklärt werden. »Wir werden alles uns Mögliche tun, um das, was vom Volkshaus noch übrig ist, zu erhalten«, sagt der Stadtsprecher. Die beauftragten Statiker müssen jetzt auch ermitteln, inwieweit die angrenzenden Gebäude in Mitleidenschaft gezogen wurden. Dazu zählt auch die Filiale der Volksbank Spree-Neiße. Die war am Mittwoch noch geschlossen, das Gebäude durch die Feuerwehr abgesperrt. Erst wenn das Gebäude wieder freigegeben ist und gegebenenfalls Schäden beseitigt wurden, kann wieder geöffnet werden. Wann das geschieht, ist derzeit unklar. »Solange stehen unsere Mitarbeiter in unserer Geschäftsstelle in Bad Muskau den Kunden zur Verfügung - dies nun mit angepassten Schalter-Öffnungszeiten von Montag bis Freitag«, teilt Pressesprecherin Viola Müller mit.