Claudia Trache/tok

Mit Karte und Kompass durchs Gebirge

Am 22. und 23. April finden in der Jeschkenregion und im Zittauer Gebirge die 25. Sächsisch-Böhmischen Orientierungslauftage statt. Mit Karte und Kompass heißt es dann, sich möglichst schnell in unbekanntem Gelände zu orientieren und die vorgegebenen Posten in der richtigen Reihenfolge anzulaufen.
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Im vergangenen Jahr nahmen über 1000 Läufer an den Orientierungslauftagen teil. Foto: Hannes Rönsch

Im vergangenen Jahr nahmen über 1000 Läufer an den Orientierungslauftagen teil. Foto: Hannes Rönsch

Orientierungslauf als Wettkampfsport hat in der Region eine lange Tradition und wird sowohl bei der HSG Turbine Zittau als auch bei der SG Zittau-Süd betrieben. Schon zu DDR-Zeiten haben die Orientierungsläufer der HSG Turbine Zittau einen Orientierungslaufwettkampf ausgerichtet. Nach der Wende entstanden Kontakte zwischen der Zittauer Hochschule und der Technischen Universität Liberec und auch tschechischen Orientierungsläufer wurden zu diesem eintägigen Wettkampf eingeladen. Etwa 150 Teilnehmer waren damals am Start. Nach ein paar Jahren entwickelten deutsche und tschechische Orientierungsläufer die Idee, eine größere, grenzüberschreitende Veranstaltung ins Leben zu rufen. Damit waren die Sächsisch-Böhmischen Orientierungstage SAXBO geboren. 

Über 1000 Läufer

Seitdem richten, die HSG, die SG Zittau-Süd und der tschechische Verein OK Chrastava die Veranstaltung gemeinsam aus. Im vergangenen Jahr nahmen über 1000 Orientierungsläufer aus 120 Vereinen aus Deutschland und Tschechien, Polen, Frankeich, den Niederlanden, der Schweiz und Norwegen teil. In der Fachwelt wird der Wettkampf als einer der anspruchsvollsten in ganz Deutschland bezeichnet. „Unsere Region bietet für den Orientierungslauf ein detailreiches Areal, das neben einem profilierten Gelände mit Misch- und Nadelwald auch außergewöhnliche Sandsteinformationen, Felsmassive und einzelne Felsblöcke bereit hält“, erzählt Thomas Wagner, einer der Mitorganisatoren der SG Zittau-Süd. In diesem Jahr beginnen die Orientierungslauftage im tschechischen Osecná in der Jeschkenregion. Am Sonntag werden die deutschen Ausrichter alters- und leistungsgerechte Wettkampfbahnen im Gebiet von Lückendorf stecken. Ausgestattet mit einer Orientierungslaufkarte des Wettkampfgebietes, in der Regel im Maßstab 1:10.000, sowie einem Kompass geht es auf die Strecke.  Per Zeitmessgerät, das sich an einem Finger befindet, werden angelaufenen Posten erfasst.

Für die ganze Familie

Orientierungslauf ist ein Familiensport. Bei den meisten Wettkämpfen sind sowohl leistungsorientierte Athleten als auch Volkssportläufer vertreten, die in ihrer jeweiligen Leistungskategorie starten. Für die Kinder werden, entsprechend ihrer Fähigkeiten, Fähnchen-Bahnen als Orientierungshilfe gesteckt. Blutige Anfänger absolvieren die Strecke auch in Begleitung einer erfahrenen Person. Der jüngste Nachwuchs der Wettkampfteilnehmer kann sich beim sogenannten „Märchen-Orientierungslauf“ auf einer kleinen übersichtlichen Strecke auf der Wiese ausprobieren. Die Veranstalter würden sich über weitere Sponsoren freuen, die Sachpreise für die Siegerehrungen beisteuern. Informationen bei Thomas Wagner unter saxbo2017@wagner-ol.de.