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Kontrolldruck erhöhen

Tschechische und sächsische Polizei haben einen Kooperationsvertrag für ein neues grenzüberschreitendes EU-Projekt unterzeichnet. Mit der Kooperation soll der Kontrolldruck im grenzüberschreitenden Schwerlastverkehr erhöht werden.
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Direktor Jaromír Kníže, Polizeipräsident Torsten Schultze und Direktor Vladislav Husák (v.l.n.r.) unterzeichnen den Kooperationsvertrag. Foto: Polizei

Direktor Jaromír Kníže, Polizeipräsident Torsten Schultze und Direktor Vladislav Husák (v.l.n.r.) unterzeichnen den Kooperationsvertrag. Foto: Polizei

Am 5. Dezember haben die Leiter der Polizeidirektion Görlitz sowie der Bezirkspolizeidirektionen Liberec und Usti nad Labem ein grenzüberschreitendes Projekt der sächsischen und tschechischen Polizei auf den Weg gebracht und eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Diese zielt auf eine noch intensivere Zusammenarbeit der sächsischen und tschechischen Polizei ab. Dabei stehen Kontrollen des grenzüberschreitenden, gewerblichen Schwerlastverkehrs im Fokus. Die Polizeidirektion Görlitz möchte im Rahmen der Kooperation gemeinsam mit ihren tschechischen Partnern moderne Computer- und Auswertetechnik beschaffen, mit der Verstöße aufgedeckt werden können. Die Beamten auf beiden Seiten der Grenze werden außerdem im Rahmen des Projektes bei gemeinsamen Seminaren und gegenseitigen Hospitationen Gelegenheit haben, die Zusammenarbeit zu vertiefen, einander besser kennenzulernen und so die Qualität der eigenen Arbeit zu verbessern. Der vollständige Projektantrag wird bei der Sächsischen Aufbaubank eingereicht. Einen positiven Bescheid vorausgesetzt könnten die Partner im kommenden Jahr mit der Umsetzung des mit Fördermitteln der Europäischen Union unterstützten Projektes beginnen.

Kontrolle der Führerhäuser

Neben der Computer- und Auswertetechnik und der Schulung von Polizisten in deren Anwendung soll unter anderem auch ein Transporter mit moderner Videotechnik ausgestattet werden. So wird es den Beamten möglich sein, aus dem vorbeifahrenden Transporter heraus das Verhalten von Lkw- und Busfahrern in deren Führerhäusern zu kontrollieren. Das Fahrzeug wird zudem über eine Wärmebildkamera und ein Gerät zur Überprüfung von Dokumenten verfügen. Mit der modernen Technik und aktuellem Know-how will die Polizei einem gegenwärtigen Trend im Schwerlastverkehr begegnen. Immer häufiger stellen die Beamten bei Lkw und Reisebussen manipulierte Fahrtenschreiber fest. Dabei handelt es sich in den meisten Fällen um kein Kavaliersdelikt, sondern um eine Straftat. Polizeipräsident Torsten Schultze: „Die Landkreise Bautzen und Görlitz sowie die Bezirke Liberecky und Ustecky sind tagtäglich Durchfahrtsgebiet des grenzüberschreitenden Schwerlastverkehrs. Der Zusammenarbeit der Verkehrspolizei kommt daher auch auf diesem Gebiet besondere Bedeutung zu. Gemeinsame Schulungen und Verkehrskontrollen gibt es schon jetzt, aber wir wollen diese zusammen mit unseren tschechischen Nachbarn weiter intensivieren, um so für mehr Sicherheit auf unseren Straßen zu sorgen.“