Tony Keil

Existenzängste sind geblieben: Oberlausitzer Unternehmer planen zweiten Autokorso

Region. Im November soll ein zweiter Autokorso auf Sorgen und Nöte der Unternehmen aufmerksam machen. Die Aktion ist diesmal wesentlich größer angelegt.

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Beim ersten Autokorso starteten die Teilnehmer in Zittau, Eibau 157, Kittlitz (hier im Bild) und in Strahwalde.

Beim ersten Autokorso starteten die Teilnehmer in Zittau, Eibau 157, Kittlitz (hier im Bild) und in Strahwalde.

Foto: T. Keil

Die Aktion machte bundesweit Schlagzeilen: Am 13. Oktober machte sich ein Autokorso von vier Orten im Landkreis Görlitz auf den Weg. Organisiert hatten die Protestaktion Oberlausitzer Unternehmer, die damit auf Sorgen, Nöte und Existenzängste der regionalen Unternehmen aufmerksam machen wollten.

 

»Die Preise für Rohstoffe, Strom, Erdgas und Heizöl steigen in einem Ausmaß wie wir es noch nie erlebt haben. Das betrifft nicht nur uns – sondern auch unsere Lieferanten und unsere Kunden. Auch andere Kosten steigen massiv und diese Kostensteigerungen sind in keinster Weise auch nur annähernd auf unsere Produkte und Dienstleistungen umlegbar«, begründeten die Organisatoren damals ihre Aktion, bei der ausdrücklich dazu aufgerufen wurde, keine parteipolitischen Symbole zu verwenden und politische Zuspitzungen zu unterlassen. 696 Fahrzeuge waren Mitte Oktober dem Aufruf gefolgt.

 

Termin: 24. November

 

Danach seien viele Gespräche geführt worden, sagen die Organisatoren. Die Botschaft sei aber aus ihrer Sicht nicht in Berlin angekommen. »Das sieht man am Beispiel der Maßnahmepakete, welche einseitig und unkonkret kommuniziert werden und viel zu lang auf sich warten lassen«, heißt es in einer Pressemitteilung. Am 24. November ist daher eine weitere Protestaktion geplant. Und die ist diesmal größer angelegt. In Sachsen, Thüringen, Brandenburg, Bremen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sollen Autos und Lkw rollen. Über 20 Städte seien bereits dabei, in der Lausitz sind es Bautzen, Löbau, Zittau und Görlitz.

 

Da man nicht nur die Betriebe in Gefahr sieht, sondern auch das Vereinsleben und die kommunale Infrastruktur, sind diesmal auch Vereine und Verwaltungen aufgerufen, sich zu beteiligen. »Es ist bereits fünf vor zwölf – Berlin muss begreifen, dass Unternehmen, Arbeitsplätze sowie gesellschaftliche Infrastrukturen auf dem Spiel stehen.«

 

Zum ersten Autokorso hatten die Geschäftsführer der Osteg Zittau, von Schuck Bau Strahwalde, der Fürstlich-Tafeln Events & Catering GmbH Spitzkunnersdorf und von Schüttguttransporte Auersch in Kittlitz aufgerufen. Im Aufruf zum zweiten Autokorso ist noch die Horst Büchner Automobile GmbH dazugekommen.


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