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Energieversorger auf dem Weg in die Zukunft

Lausitz. Wie sieht die Versorgung mit Fernwärme in Zukunft ohne die Braunkohle aus? Drei Versorger haben dazu eine Studie in Auftrag gegeben.

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Michael Schiemenz (Stadtwerke Spremberg), Jan Rocktäschel (Versorgungsbetriebe Hoyerswerda)und Katrin Bartsch (Stadtwerke Weißwasser) diskutierten erste Zwischenergebnisse der Transformationsstudie.

Michael Schiemenz (Stadtwerke Spremberg), Jan Rocktäschel (Versorgungsbetriebe Hoyerswerda)und Katrin Bartsch (Stadtwerke Weißwasser) diskutierten erste Zwischenergebnisse der Transformationsstudie.

Foto: Dr. Benjamin Pfluger, Fraunhofer IEG

Erste Zwischenergebnisse dieser sogenannten Transformationsstudie, die die drei Energieversorger aus Hoyerswerda, Spremberg und Weißwasser in Auftrag gegeben haben, wurden jetzt bei den Städtischen Werken Spremberg diskutiert.

 

In den letzten Wochen nahmen die Forscher des beauftragten Fraunhofer Instituts über 120.000 Datenpunkte für die Darstellung der Fernwärmenetze und über 50.000 Datenpunkte für die Gasnetze in ein computergestütztes Wärmeplanungssystem auf. Ebenso wurden die realen Wärme- und Gasverbräuche der letzten Jahre ins System eingespielt. Ergänzt werden diese Daten aktuell mit der tatsächlichen Gebäudesituation. Auf Grundlage dieser Datenbasis können die Forscher dann die zukünftige Wärmeversorgung simulieren und verschiedene Lösungsansätze für eine Versorgung mit erneuerbaren Energiequellen entwickeln.

 

Bis zum Sommer des nächsten Jahres sollen Vorschläge für eine effiziente, nachhaltige und bezahlbare Wärmeversorgung für rund 85.000 Menschen vorliegen. Dafür haben die Versorgungsbetriebe Hoyerswerda, die Städtischen Werke Spremberg und die Stadtwerke Weißwasser die Interessengemeinschaft Wärmeversorgung Lausitz gegründet und eine wissenschaftlich basierte Transformationsstudie zur Wärmewende in Auftrag gegeben. Bei der Lösungsfindung werden die Energieversorger durch einen externen Beirat unterstützt, der sich aus Mitgliedern der Energiewirtschaft, der lokalen Wohnungswirtschaft und der Energiepolitik zusammensetzt.