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Die Heimschwäche der Füchse bleibt

Am Wochenende hat sie sich wieder einmal deutlich gezeigt, die Heimschwäche der Füchse. Nach einem überzeugenden 5:1 in Kassel konnten die Lausitzer heute nur im ersten Drittel überzeugen und verloren das Derby gegen Dresden am Ende klar.
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Vor dem Derby reisten die Füchse am Freitag zum Auswärtsspiel gegen den Tabellendritten, die Kassel Huskies. Die Schlittenhunde hatten die ersten beiden Aufeinandertreffen der beiden Teams  klar mit 4:1 gewonnen und gingen daher als Favoriten ins Spiel. Auf dem Eis war davon aber wenig zu sehen. Die Füchse gingen forsch in die Partie und lagen zur ersten Pause bereits mit 3:0 vorne, weil sie anders als die Huskies ihre Chancen eiskalt nutzten. Gleich das erste Überzahlspiel (Müller saß auf der Strafbank) brachte die Führung. Thomas Götz machte in der 4. Minute das 1:0. Danach hatten die Füchse bei zwei Pfostenschüssen der Huskies Glück, machten es selbst auf der anderen Seite besser. Dennis Swinnen, der auch an diesem Abend zu den auffälligtsen Spielern gehörte, erhöhte in der 10. Minute nach einem Solo auf 2:0. Dem dritten Tor der Lausitzer ging ein Fehler der Kasseler Defensive voraus. Der Puck landete bei Ken Magowan, der per Rückhand Ex-Fuchs Florian Proske, der für Stammkeeper Markus Keller im Tor der Huskies stand, überwand und das 3:0 machte. Ein Garant für den Sieg war an diesem Abend die Treffsicherheit der Offensive. Im ersten drittel landeten drei von sechs Versuchen der Lausitzer im Tor. Im Mitteldrittel begannen die Hausherren aggresiv, scheiterten aber am starken Johannes Wiedemann im Tor der Füchse. Die Gäste ihrerseits blieben effektiv und erhöhten in Minute 27. auf 4:0. Nach Pass von Swinnen zog Kevin Lavallee ab und machte sein erstes Tor an diesem Abend. Ein Strafe gegen Ken Magowan (unerlaubter Körperangriff) brachte den Huskies Mitte des zweiten Drittels wieder etwas Hoffnung. In Überzahl gelang Braden Pimm in der 32. Minute das 1:4. Die Füchse ließen sich davon aber nicht aus dem Konzept bringen und blieben auch im Schlussdrittel ihrer Linie treu. Sie verteidigten geschickt und ließen so nur wenige Chancen der Hausherren zu. Und wenn es doch mal gefährlich wurde, war Johannes Wiedemann zur Stelle. Drei Minuten vor Schluss nahmen die Huskies dann ihren Goalie aus dem Tor. Doch diese Maßnahme ging nach hinten los. Kevin Lavallee beförderte den Puck in der 57. Minute ins leere Tor und sorgte mit seinem zweiten Treffer für den 1:5-Endstand. „Ich bin stolz auf meine Jungs. Sie arbeiten hart und sie halten als Team zusammen“, freute sich Paul Gardner nach dem Spiel. Man habe Kassel nach dem Derby gegen Frankfurt wohl ein wenig auf dem falschen Fuß erwischt und die drei schnellen Tore haben geholfen, die drei Punkte einzufahren, so der Füchse-Trainer. Auch Kassels Trainer Rico Rossi lobte die Füchse: „Es war ein verdienter Sieg. Man merkt, dass die Manschaft von Paul jetzt eine andere ist als noch beim letzten Mal, als wir gegen sie gespielt haben. Sie spielen sehr einfach und sehr effizient.“

Niederlage im Derby

Im Derby gegen die Eislöwen mussten die Füchse neben Lukas Pozivil, der schon am Freitag fehlte, auch auf Ken Magowan verzichten. Der Kanadiere pausierte verletzt. Trainer Paul Gardner war also gezwungen umzustellen. Die erste Reihe bildeten am Sonntag Andre Mücke und Dominik Bohac in der Verteidigung sowie Darren Haydar, Thomas Götz und Jens Heyer im Sturm. Im Tor stand wieder Johannes Wiedemann. Auch gegen die Eislöwen starteten die Lausitzer druckvoll und hatten unter anderem durch Heyer, Lavallee und Swinnen schon in den Anfangsminuten gute Gelegenheiten. Allerdings fehlte die Treffsicherheit vom Freitag. In einem intensiven Spiel sahen die rund 2.600 Zuschauer in der Halle in der 12. Minute eine unschöne Szene. David Rodman checkte Dennis Swinnen an der Bande, als der Puck längst weg war. Die Folgen: Swinnen blieb zunächst liegen, musste dann vom Eis geführt werden und Rodman durfte mit 5+20 vorzeitigen zum Duschen. Immerhin konnten die Füchse die folgende Überzahl nutzen. Vier Sekunden bevor die Dresdner wieder komplett waren traf Elia Ostwald zum 1:0. Im Mitteldrittel änderte sich das Bild. Hatten die Füchse im ersten Durchgang noch mehr Spielanteile, so waren jetzt die Dresdner am Drücker. Sie brauchten nur 87 Sekunden zum Ausgleich (Torschütze: Dominik Grafenthin) und nochmal 124 Sekunden, um das Spiel zu drehen (Torschütze: Fedor Boiarchinov). Nach 30. Minuten nahmen die Füchse eine Auszeit. Das brachte wieder etwas Linie ins Spiel und Darren Haydar traf in der 33. Minute zum 2:2. Doch die Antwort der Gäste ließ nicht lange auf sich warten. Beim erneuten Führungstreffer durch Michael Endaß sah Johannes Wiedemann nicht gut aus. Und es kam noch dicker für die Füchse, denn Dominik Grafenthin erhöhte in der 39. Minute mit seinem zweiten Tor auf 4:2 aus Sicht der Dresdner. In der selben Minute rutschte der Puck sogar noch mal in den Kasten von Johannes Wiedemann. Doch der Treffer zählte nicht, weil der Schiedsrichter zuvor bereits gepfiffen hatte. Im Schlussdrittel wechselte Paul Gardner den Keeper, für Wiedemann stand nun Joe Fallon im Kasten. Den Ton gab aber weiterhin größtenteils Dresden an, so dass die Füchse kaum gute Chancen hatten. In der 50. Minute kam dann auch noch Pech mit ins Spiel, als Andre Mücke den Puck unabsichtlich ins eigene Tor beförderte. Den Treffer zum 2:5 bekam Steven Rupprich gutgeschrieben und das Spiel war entgültig entschieden.

Die nächsten Spiele

Am Freitag reisen die Füchse nach Bayern. Die Partie gegen die Starbulls Rosenheim beginnt 19.30 Uhr. Am Sonntag sind die Wölfe Freiburg zu Gast in Weißwasser. Das Spiel beginnt 17 Uhr.