Sascha Caron/gl

Die grüne E-Flotte in Görlitz

Noch ist der Anblick eines Elektroautos in Görlitz ungewohnt. „Das merkt man an den erstaunten Blicken der Fußgänger, wenn man quasi geräuschlos durch Görlitz fährt“ erklärt Olaf Walter, Einkaufsleiter bei der SWG AG. Dies soll sich ändern: Die Stadtwerke Görlitz AG ersetzte in diesem Sommer herkömmliche mit Kraftstoff betriebene Fahrzeuge durch drei neue Elektrofahrzeuge.
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Die drei auffällig beklebten Fahrzeuge, zwei Renault ZOE und ein VW e-Up, kommen vor allem in der Stadt zum Einsatz. Zwischen den Betriebsstätten oder für den Besuch bei Kunden oder Partnern. Strecken bis zu 100 Kilometer – kein Problem. Für das Strom tanken hat die SWG, zusätzlich zu den Ladesäulen am Landratsamt und im gewerblichen Zentrum der SWG, zwei Ladesäulen an ihrem Verwaltungsgebäude in der Theaterpassage angebracht. Laut Walter sind die Stadtwerke zudem mit weiteren Partnern im Gespräch, um ein Netz an Ladesäulen vor allem im ländlichen Bereich zu schaffen und darüber die Möglichkeit zu bieten, die Fahrzeuge jederzeit unterwegs mit neuer Energie versorgen zu können. „E-Mobilität ist für uns ein wichtiges, zukunftsweisendes Thema, mit dem wir uns seit geraumer Zeit intensiv beschäftigen“, sagt Walter. Im Hinblick auf die Umwelt gäbe es kaum eine bessere Alternative. Dadurch, dass man im Vergleich zu herkömmlichen Benzinern oder Dieselfahrzeugen nicht nur weniger, sondern überhaupt keinen CO2-Ausstoß verzeichnet, trage man aktiv zum Umweltschutz bei. „Und das ist im Sinne von uns allen“, argumentiert Walter. Mit einem elektrischen Nutzfahrzeug, einem Renault Kangoo ZE, haben die Stadtwerke bereits seit Juli 2012 Erfahrung. Die seien durchweg gut, berichtet Walter. „Keine Reparaturen, kein Verschleiß, man muss kein Öl oder dergleichen nachfüllen. Wunderbar.“ Und den Strom holt sich der Kangoo einfach aus der Steckdose der Betriebsstätte. Einfacher geht es kaum. Übrigens, sobald das Wetter es erlaubt, sind SWG-Mitarbeiter seit drei Jahren immer wieder mit dem E-Bike unterwegs. Auch das gehört, aus Sicht der SWG, zum nachhaltigen Handeln dazu.


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