Carola Pönisch

Zwei neue teilAuto-Stationen am Start

Eignes Auto besitzen? Muss nicht sein. In Radebeul gibt es jetzt insgesamt fünf Carsharing-Stationen. Die Leihflotte wird sehr gut genutzt. Zwei weitere Stellplätze sind schon in Planung.
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Maja Kohler freut sich über den neuen Standort von teilAuto am Haltepunkt Bahnhof West auf der Güterhofstraße. Foto: Pönisch

Maja Kohler freut sich über den neuen Standort von teilAuto am Haltepunkt Bahnhof West auf der Güterhofstraße. Foto: Pönisch

Auf der Güterhofstraße in Radebeul-West, ein Stück hinterm ehemaligen Bahnhofsgebäude, wartet ab sofort ein knallroter Ford Fiesta darauf gefahren zu werden.  Und am alten Güterboden in Ost ist es einFord Focus Kombi, den man sich mit anderen teilen kann. Drei weitere teilAuto-Standorte gibt es bereits seit einigen Jahren entlang der Meißner Straße. »Wir haben in Radebeul 80 aktive Nutzer, die Flotte ist immer sehr gut ausgelastet«, sagt Marcus Buchfeld, teilAuto-Regionalleiter Dresden. Der 1992 gegründete Carsharing-Anbieter mit Sitz in Leipzig verleiht knapp 1.400 Fahrzeuge in 23 Städten, von Auerbach bis Zwickau, in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. Allein in Dresden zählt die Flotte 330 Fahrzeuge. Dass es die beiden neuen Standorte in Radebeul gibt, darüber sind Angela und Burkhard Zscheischler besonders froh. Sie wohnen in Naundorf und sind seit 2018 aktive teilAuto-Fahrer, nachdem das eigene Gefährt damals auf der Autobahn buchstäblich durchbrannte. »Erst wollten wir es eigentlich  nur eine Weile ohne eigenen fahrbaren Untersatz probieren und wurden Mitglied bei teilAuto. Jetzt sind wir sicher, dass wir dabei bleiben«, sagt Burkhard Zscheischler. Die meisten Wege legen die beiden ohnehin per Rad zurück. »Wir hätten jetzt Reifen wechseln müssen, kurz vor Weihnachten wäre die Versicherung fällig und beim Blick auf die Spritpreise sagen wir gleich dreimal ‚Nein Danke‘ zum eigenen Auto.« Auch Maja Kohler und Tom-Marten Kilian sind überzeugte Radler und Autoteiler, trotzt dreier kleiner Kinder, dem täglichen Arbeitsweg nach Dresden und dem Hausausbau in Radebeul. »Als wir vor vier Jahren hierher zogen, war es uns sehr wichtig, dass es Carsharing gibt, wir hatten noch nie ein eignes Auto«, sagt Maja Kohler. Ein großer Vorteil sei, dass die Familie immer das Auto nutzen kann, das größenmäßig nötig ist.