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Sachsens erster Markt ohne Verkäufer

Moritzburg/Friedewald.  REWE erfindet das Einkaufen neu - der Handel erprobt neue Konzepte für den ländlichen Raum.

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So wie in Pettstadt könnte der neue Lebensmittelstore in Friedewald aussehen.

So wie in Pettstadt könnte der neue Lebensmittelstore in Friedewald aussehen.

Foto: Rewe/Friedrich

REWE bringt den ersten Lebensmittel-Markt ohne Personal nach Sachsen. Der Ort Friedewald in der Gemeinde Moritzburg wird zum Testfall. Denn direkt an der Kötzschenbrodaer Straße, am Friedewalder Bolzplatz, soll in wenigen Wochen der erste kleine Markt aufgebaut werden, in dem die Kunden rund um die Uhr kaufen können, was sie brauchen. Der so genannte "Walk-In-Store" bietet auf 40 Quadratmetern rund 700 Artikel. Vom Apfel bis zur Zahnbürste findet die Kundschaft alles für den täglichen Bedarf - außer alkoholischen Getränken und Spirituosen, so Unternehmenssprecherin Stephanie Behrens.

Warum ausgerechnet Friedewald?

Bezahlt wird bargeldlos am Automaten entweder mit der EC- oder Kreditkarte. Auch die Ladentür öffnet sich nur per Karte. Fünf  Kunden können zeitgleich einkaufen. Eine App soll das Bezahlen erleichtern und da wird bestimmt von einem freundlichen Mitarbeiter beim Einchecken geholfen. Denn ganz "ohne Personal" geht es natürlich nicht. Die Einkaufsbox, so der liebevolle Spitzname, wird von größere Stammfilialen aus mit betreut und beliefert. Und warum nun ausgerechnet Friedewald? Stephanie Behrens lacht. Tatsächlich kam eines Tages ein Anruf aus der Moritzburger Gemeinde - von Margit Voß, Amtsleiterin Hauptamt und Finanzen.

Sie hatte von dem Projekt in der oberfränkischen Gemeinde Pettstadt gelesen und wollte unbedingt eine Versorgungsmöglichkeit für Friedewald, wo es nach Fleischer und Bäcker zuletzt nur noch die Post gab, bis auch die zumachte. Wie der neue Markt 24/7 angenommen wird, wird man sehen.


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