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Radfahrer fühlen sich gefährdet

Fahrradklima-Test des ADFC zeigt Probleme beim Radverkehr in Radebeul
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Radeln in Radebeul macht offenbar wenig Spaß: Schon der Klimatest 2016 bescheinigte der Stadt nur die Note 4, für 2018 wurde daraus 4,01. Foto: Schramm

Radeln in Radebeul macht offenbar wenig Spaß: Schon der Klimatest 2016 bescheinigte der Stadt nur die Note 4, für 2018 wurde daraus 4,01. Foto: Schramm

Ist Radebeul eine radfreundliche Stadt? Nein, lautet die Antwort, wenn man dieser Aussage den Fahrradklima-Test des ADFC zugrunde legt. Baustellen, Winter- dienst, Wegezustand 78 Prozent der befragten Radebeuler fühlen sich beim Rad fahren in der Stadt gefährdet. Nicht nur das Sicherheitsgefühl bewerten sie kritisch, 82 Prozent fühlen sich mit dem Rad auch an Baustellen unzureichend geschützt. Genauso viele vermissen einen guten Winterdienst auf den Radwegen der Stadt. Acht von Zehn Radler sind mit der Breite ihrer Radwege unzufrieden und 59 Prozent kritisieren die Oberflächenqualität der Wege. Ein weiteres Problem: Falschparken auf Radwegen. Auch das wird von 83Prozent der Radebeuler Radfahrer kritisiert. Nur 27% sind mit der Wegweisung für Radfahrende zufrieden. Mit gutem Gewissen lassen nur 23 Prozent ihr Kind allein in der Stadt mit dem Rad fahren. Und während sachsenweit 60 Prozent der Befragten angeben, dass der Weg mit dem Rad zur Schule bei ihnen normal ist, liegt dieser Wert in Radebeul bei nur 36 Prozent. Nur 305 Personen füllten Fragebogen aus Der Fahrradklima-Test ist eine vom ADFC organisierte Befragung zum Radverkehr in deutschen Städten. Zwischen September und November 2018 konnten Radfahrer ihre Meinung zum Fahrradklima in ihrer Stadt kundtun. Der Test umfasst 27 Fragen und wird seit 2012 aller zwei Jahre durchgeführt. In Radebeul füllten 305 Personen (2016: 119) den Fragebogen aus. Drei Viertel von ihnen nutzen das Rad täglich. Mit einer Gesamtbewertung der Fahrradsituation von 4,01 liegt Radebeul bundesweit im hinteren Mittelfeld.


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