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Ein Fest, aber sehr viele Jubiläen

Stadtfest vom 19. bis 21. August + Fußball am 20. August = Mehr Polizei & Kontrollstellen
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Dresden wird 810 Jahre alt, Kreuzchor, Kreuzkirche und Kreuzgymnasium feiern ihr 800-jähriges Bestehen, das Stadtmuseum sein 125-Jähriges und die Dampfschifffahrt gibt‘s auch schon 180 Jahre. Wenn das nicht genügend Gründe zum Feiern sind.... Selbst das Stadtfest hat Geburtstag, es wird 18 und damit immerhin volljährig. „Gemeinsam feiern" heißt folgerichtig das diesjährige Motto. Dementsprechend lassen es Veranstalter und Hauptsponsoren richtig krachen in diesem Jahr – auf neun Bühnen und auf 14 Arealen, mit allen Klassikern, die in der Gunst der Besucher hoch im Kurs stehen: Babyparade (auch sie feiert runden Geburtstag und wird Zehn), Sparkassen-Kinderland auf dem Altmarkt, Höhenfeuerwerk am Samstag, Dampfschifffest mit großer Dampfschiff-Parade am Samstag, Fackelschwimmen sowie „Blaulichtmeile" und Mittelalter mit Ritterlager am Königsufer. Musikalisch reicht das Angebot von Klassik bis Moderne, wobei zu den Highlights das Eröffnungskonzert mit dem Kreuzchor am Freitag auf dem Theaterplatz ebenso zählen dürfte wie die Konzert mit Lift (Samstag), Karusell und The Firebirds (Sonntag). „Dresden tanzt"! auf der Bühne am Altmarkt (auch das zum zehnten Mal) und bietet am Freitag ab 19 Uhr eine Tanzshow mit Tanzsportgruppen, Tanzschulen, freien Unternehmen, Solotänzern, Tanzclubs, Tanzenthusiasten – insgesamt über 300 Mitwirkenden. Am Schlossplatz steht die Dresdner Theaterbühne, hier bietet das Boulevardtheater an allen Tagen Ausschnitte aus ihrem Programm, wobei es ein Wiedersehen mit der Hexe Babajaga und der Olsenbande geben wird. Ein besonderer Höhepunkt ist allerdings der „Kreuzgang", ein historischer Festumzug vom Terrassenufer zur Kreuzkirche am Sonntag ab 11 Uhr.

Für alle großen Städte gilt derzeit eine „abstrakte Gefährdungslage". Das heißt: Im Stadtbild wird deutlich mehr Polizei zu sehen sein. Am Samstag trifft Dynamo Dresden zudem noch auf RB Leipzig.

„Hinweise auf konkrete Gefährdungen liegen bislang nicht vor. Doch die Ereignisse in Bayern waren für uns Anlass, die polizeilichen Einsatzplanungen zu überarbeiten", kündigt Polizeioberrat Stefan Dörner, Leiter des Einsatzreferates, für das kommende Wochenende an. Und so sieht das neue Sicherheitskonzept aus: Innerer und äußerer Sperrkreis: Auf dem Festgelände werden ein innerer und ein äußerer Sperrkreis eingerichtet. Es gibt Durchfahrtssperren auf den Zufahrtsstraßen im äußeren Sperrkreis. Besucherstromverengungen an den Zugangsstellen zum inneren Sperrkreis ermöglichen Zutrittskontrollen. Nachts werden alle Zugänge in den inneren Bereich des Festgeländes ausgeleuchtet. Sperrkreis Partyfläche am Königsufer: Ein weiterer Sperrkreis wird rings um die Partyfläche am Königsufer eingerichtet. Mithilfe von Schleusen wird der Zutritt hier über Zugangskontrollen gesteuert. Das Mitführen von Taschen ist in diesem Bereich nicht gestattet. Securitytower: Zur Beobachtung der Lage an zentralen Orten werden Securitytower aufgebaut. Sie ermöglichen Sicherheitsdienst und Polizei einen umfassenden Überblick in circa zwölf Metern Höhe. Mehr private Sicherheitskräfte als bisher - an warngelbe Westen besser erkennbar. Besucherinformation und Lautsprecherdurchsagen: In den Umbaupausen auf den Bühnen wird im gesamten Stadtfest-Gelände die allgemeine Besucherinformation wiederholt abgespielt. Zusätzlicher Sendemast: Er soll die Sendeleistung von Vodafone-Verbindungen erhöhen. Interventionsteams der Polizei sind mit Maschinenpistolen und besonderer Schutzausrüstung ausgerüstet, sie sind jedoch nicht auf Streife, sondern stehen auf für den Ernstfall als sofortige Eingreifgruppe bereit.