gb

Dynamo begrüßt Bewerbung als EM-Austragungsort

Stadt Dresden und Stadionbetreiber geben Interessenbekundung mit aktueller Stadionkapazität ab.
Bilder
Foto: Büttner

Foto: Büttner

Die Stadt Dresden hat sich mit dem DDV-Stadion als Spielort für die Fußball-Europameisterschaft 2024 beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) beworben. Wie die Stadtverwaltung am Donnerstag mitteilte, wurde eine entsprechend unverbindliche Interessenbekundung mit der aktuell bestehenden Stadionkapazität vom Ersten Bürgermeister Detlef Sittel und Axel Eichholtz, Geschäftsführer der BAM Sports GmbH und gleichzeitig Betreiber des Stadions, unterzeichnet. "Wir begrüßen es, dass sich die Stadt Dresden zusammen mit dem Stadionbetreiber dazu entschlossen hat, sich am Bewerbungsverfahren zu beteiligen. Dieser Prozess wird sicher für alle Beteiligten mit interessanten Erkenntnissen verbunden sein, weil er aufzeigen wird, wohin sich unter anderem die Infrastruktur von modernen Fußballstadien in den kommenden Jahren entwickeln wird", erklärte Michael Born. Der kaufmännische Geschäftsführer unterstrich aber nochmals, dass es auch im Hinblick auf das Bewerbungsverfahren für die Europameisterschaft 2024 mit Dynamo Dresden an der Lennéstraße zu keiner Stadionerweiterung um jeden Preis kommen wird: "Bei allen nachvollziehbaren Emotionen, die mit einer Bewerbung als EM-Austragungsort von Dresden verbunden sind, lautet für uns auch zukünftig die oberste Handlungsmaxime, dass wir aus rationalen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten über eine Stadionerweiterung nur dann nachdenken könnten, wenn diese für den Verein aus finanzieller Sicht sinnvoll wäre und gleichzeitig langfristig Mehreinnahmen bedeuten würden. Denn wir tragen - jetzt und auch in Zukunft - als wichtigster Mieter des Stadions die finanziell größte Last und müssen ligaunabhängig das Stadion aller 14 Tage mit Zuschauern füllen. Dabei werden wir die wirtschaftliche Vernunft nicht aus den Augen verlieren." Bis zum Bewerbungsschluss am Freitag, 17. Februar, haben neben Dresden, Leipzig, Berlin, Stuttgart, Bremen und Kaiserslautern insgesamt rund 20 Standorte in Deutschland ihr Interesse als Austragungsort für die EM 2024 bekundet. Im September wird der DFB dann entscheiden, mit welchen zehn Stadien sich der Fußballverband für die EM in sieben Jahren bewerben wird. Endgültig wird die EM im September 2018 von der Union of European Football Associations (UEFA) vergeben. (pm)