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Verkehrsgesellschaft investiert in Uralt-Technik

Das Geschichtsbuch öffnen und einsteigen – das kann man demnächst bei der Verkehrsgesellschaft Hoyerswerda mbH (VGH). Mit dem Erwerb eines Traditionsfahrzeugs der Marke Ikarus 55, Baujahr 1971, bietet die VGH einen Oldtimer für Rundfahrten und Ausflüge im Lausitzer Seenland an, der den Fahrgästen das Lebensgefühl der 1970er Jahre vermittelt.
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Foto: VGH

Foto: VGH

Der Ikarus 55 prägte das Stadtbild Hoyerswerdas über viele Jahre und weckt intensive Erinnerungen an die große Aufbruchsstimmung der damals rasant wachsenden Stadt. Mit dem Erwerb des Ikarus 55 wird die Verbundenheit der VGH mit der Stadt Hoyerswerda und ihrer Geschichte sichtbar. Bald wird es möglich sein, den historischen Bus mit Fahrer zu mieten. Hintergrund:
Die Unternehmenswurzeln der VGH gehen auf das private Verkehrsunternehmen Mietrach zurück, aus dem 1953 der Kraftverkehr Hoyerswerda mit drei Bussen entstand. Die erste Buslinie verkehrte zwischen Hoyerswerda, Laubusch und Lauta. 1960 verkehrte in Hoyerswerda die erste Stadtlinie, „Linie A“, vom Industriegelände, über den Markt, zum Bahnhof und zurück. 1967 erreichte die Fahrzeugflotte mit 167 Bussen und 11 Hängern der Marken Robur, Ikarus, Skoda, H6B und DO 56 den höchsten Stand. Dominierend waren die aus Ungarn stammenden Busse der Marke Ikarus. Aus Anlass des 25. Jahrestags der Gründung des Unternehmens fand im Sommer 2017 auf dem Betriebshof der VGH ein „Tag der offenen Tür“ statt. Diese Veranstaltung wurde vom 5. Ikarustreffen in Deutschland umrahmt. Der großflächige Betriebshof bildete eine tolle Kulisse für die insgesamt 41 angereisten Ikarus sowie 7 weitere Oldtimer. Diese Busse bildeten einen repräsentativen Querschnitt der von den Kraftverkehrsbetrieben in der DDR eingesetzten Fahrzeuge. Auf dem für die Gäste eigens eingerichteten historischen Zubringerverkehr waren ausschließlich Ikarus zu erleben. Dies kam bei den Besuchern so gut an, dass für die Fahrten mehrere Oldtimer eingesetzt wurden. Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine große Rundfahrt durch Hoyerswerda, die bei Teilnehmern, Mitfahrern und den zahlreichen Zaungästen entlang der Strecke für große Begeisterung sorgte. Dieser „Tag der offenen Tür“ mit ca. 5.000 Teilnehmern hat gezeigt, wie stark die Historie unseres Unternehmens im Bewusstsein der Menschen verwurzelt ist. Es waren einerseits die älteren Gäste, die vielfach noch eigene Erfahrungen und Erinnerungen an die Zeit haben, in der sie selbst täglich mit diesen Bussen unterwegs waren, andererseits aber auch jüngere Familien mit Kindern, die diese Zeit nur von Bildern kennen, aber von den historischen Fahrzeugen fasziniert waren.


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