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Unterstützung beim Kampf gegen die Waldbrände

Hoyerswerda. Die städtische Feuerwehr und die Verkehrsgesellschaft Hoyerswerda unterstützen bei der Brandbekämpfung und Notfall-Beförderung.

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Um den gewaltigen Waldbränden entgegen zu wirken, unterstützen vor Ort auch die städtische Feuerwehr Hoyerswerda und Kameraden aus den Orten Tätzschwitz, Zerre, Wittichenau, Sollschwitz, Maukendorf, Weißkollm, Neustadt/Spree und Burg. Die Notfall-Beförderung erfolgt mit mehreren Bussen der Verkehrsgesellschaft Hoyerswerda (VGH).

Um den gewaltigen Waldbränden entgegen zu wirken, unterstützen vor Ort auch die städtische Feuerwehr Hoyerswerda und Kameraden aus den Orten Tätzschwitz, Zerre, Wittichenau, Sollschwitz, Maukendorf, Weißkollm, Neustadt/Spree und Burg. Die Notfall-Beförderung erfolgt mit mehreren Bussen der Verkehrsgesellschaft Hoyerswerda (VGH).

Foto: Oliver Puls

Der fehlende Regen und die lange Hitzeperiode bieten momentan den idealen Nährboden für die Waldbrände im tschechischen Nationalpark Böhmische Schweiz. Das Feuer hat mittlerweile übergegriffen auf den in Deutschland liegenden Nationalpark Sächsische Schweiz im Bereich Bad Schandau.

 Um den gewaltigen Waldbränden entgegen zu wirken, unterstützen vor Ort in Abstimmung mit dem Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises Bautzen auch die städtische Feuerwehr Hoyerswerda und Kameraden aus den Orten Tätzschwitz, Zerre, Wittichenau, Sollschwitz, Maukendorf, Weißkollm, Neustadt/Spree und Burg.. Die Notfall-Beförderung erfolgt mit mehreren Bussen der Verkehrsgesellschaft Hoyerswerda (VGH). Die VGH befördert von Dienstag bis voraussichtlich einschließlich Donnerstag mehrere Feuerwehr-Brandbekämpfungsteams zum Einsatzort und wieder zurück.

 

Herausforderung: Organisation von Notfallbussen

 

Die Organisation von Notfallbussen sei auch für die Verkehrsgesellschaft eine Herausforderung gewesen.Christian Geymeier, Prokurist der Verkehrsgesellschaft meint: "Von dem Notfalleinsatz haben wir am Dienstag nur wenige Stunden vor Abfahrt erfahren. Wir brauchen natürlich zum einen Busse, zum anderen aber auch Fahrer. Diese beiden wesentlichen Ressourcen sind in der Regel wirtschaftlich so optimiert, dass nur noch eine kleine Reserve übrig bleibt. Und die Aktivierung der Reserve braucht eigentlich Zeit - Zeit hatten wir aber nicht. Also mussten wir improvisieren. Sie können für so eine Fahrt auch nicht einfach irgendeinen Bus nehmen. Die Bestuhlung muss ausreichen und der Bus für die Beförderung auf so einer langen Strecke zugelassen sein. Wir mussten also erst einmal Busse an den Endstationen ihrer Linien durch andere aus dem Busdepot ersetzen. Die deutlich größere Herausforderung lag aber beim Finden von freiem Fahrpersonal. Das meiste Personal ist bereits durch den regulären Linienverkehr verplant. Zur jetzigen Jahreszeit haben wir vermehrt Urlauber, aber auch erkrankte Fahrerinnen und Fahrer, wodurch die Bereitstellung von zusätzlichen Notfallbussen unsere Ressourcen gänzlich ausschöpft. Einen Urlauber würden Sie selbst wenn Sie schnell wären nicht innerhalb von 3 Stunden aus Spanien hier her bekommen."

 

Aus dem Büro ins Einsatzgebiet

 

So war es notwendig, dass neben Aushilfsfahrern auch Geymeier selbst (im Bild grün gekleidet) im Büro alles liegen ließ und selbst einen der Busse nach Bad Schandau steuerte. "Die Lage ist sehr dynamisch. Für uns ist bei der Abfahrt nicht klar, wo die Reise genau hingeht. Die Einsatzleitung der Feuerwehr vor Ort koordiniert erst nach aktuellem Bedarf, wo die einzelnen Löschteams eingesetzt werden sollen. Wir standen also in ständigem telefonischen Kontakt zwecks Koordinierung" Die Zusammenarbeit und Abstimmung mit dem Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises Bautzen sowie der Feuerwehr Hoyerswerda sei sehr gut gewesen. Man merke bei allen Beteiligten, dass derartig große Flächenbrände und Einsätze in dieser Distanz zur Heimat eher selten vorkommen.

 

Extreme Belastung für Feuerwehrleute

 

"Diese wahnsinnig tolle Landschaft brennen zu sehen, lässt einem das Herz schmerzen. Selbst der Löschhubschrauber sah mitten in den Rauchwolken wirklich klein aus. Wir von der Verkehrsgesellschaft sind dankbar dafür, dass wir nach unseren Möglichkeiten unseren kleinen bescheidenen Beitrag zur Bekämpfung des Feuers leisten konnten. Den Kollegen von der Feuerwehr gebührt aber unsere besondere Hochachtung." Schließlich seien die Anwesenheitszeiten der Kameraden vor Ort bei ungefähr 24 Stunden und geschlafen werde nur auf Feldbetten, wie Geymeier aus den Unterhaltungen erfuhr. Die Arbeiten bei der Hitze mit schweren Wasserschläuchen in gefährlichem Terrain stellen eine extreme Belastung für die Feuerwehrleute dar. Durch die Gefahr herabstürzender Bäume und extremer Trockenheit sei der Zugang für die Kameraden kaum möglich. Zudem gebe es mehrere Brandherde, die es zu bekämpfen gelte. Provisorisch wurde in Bad Schandau eine riesige Verpflegungsinfrastruktur für die Feuerwehr-Kräfte aufgebaut. "In solchen Momenten wird man daran erinnert, was Menschen alles gemeinsam erreichen können, wenn alle an einem Strang ziehen."