Superfood auch supergut?

Sogenannte Superfoods liegen im Trend. WochenKurier sprach mit Ernährungsberaterin Monika Kutter aus Weißwasser über die neuen „Wunderlebensmittel“, die eigentlich gar nicht so neu sind.
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Wer Superfoods will, muss nicht in die Ferne schweifen, denn die wachsen auch in heimischen Gärten. Foto: Keil

Wer Superfoods will, muss nicht in die Ferne schweifen, denn die wachsen auch in heimischen Gärten. Foto: Keil

WochenKurier: Was sind eigentlich Superfoods und wo kommt der Begriff her? Monika Kutter: Es ist ein Sammelbegriff für Pflanzen, Früchte aber auch Erzeugnisse die daraus hergestellt werden, die ein überdurchschnittlich hohes Vitalstoffaufkommen haben. Die Goji-Beere zum Beispiel hat eine sehr hohe Nährstoffdichte. 50 Gramm von ihr decken den täglichen Eisenbedarf und sie enthält unglaublich viel Vitamin A, C und E. Gibt es auch einheimische Superfoods? Da gibt es eine ganz große Bandbreite. Zum Beispiel kennt jeder die Gurke. Für mich ist das ein schnittfester Mineraldrink. Oder die Möhre, die ist ein wunderbarer Vitaminspender und noch dazu leicht verdaulich. Nicht ohne Grund bekommen Säuglinge bei uns oft frisch geriebene Möhre oder den Möhrensaft. Nun werden Möhren und Gurken ja häufig gegessen. Gibt es auch „Superfood-Geheimtipps“, also Lebensmittel die nicht importiert werden müssen aber trotzdem aus Ihrer Sicht noch zu selten auf den Tellern landen? Dazu gehört zum Beispiel der Stangensellerie, der ganz viele Mineralien enthält, oder die Rote Bete. Superfoods sind ein Trend und damit auch ein Geschäft. Man liest über exotische Superfoods, dass diese teilweise eine hohe Pestizidbelastung aufweisen. Worauf sollte man achten? Ich würde, wenn möglich, auf das Gütesiegel „Bio“ achten. Bei Wildpflanzen wie beispielsweise der Maca-Knolle oder dem afrikanischen Baobab, der bis zu 3000 Jahre alt wird, geht das zwar nicht, weil man da kein Bio-Siegel verteilen kann, aber bei vielen anderen Lebensmitteln kann man darauf achten. Eigentlich ist es wie bei jedem anderen Lebensmittel auch, wer sich bewusst ernähren will, der sollte sich informieren und im Zweifel beim Händler nachfragen, woher die Produkte stammen.


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