Sandro Paufler

So steht es um den Fahrzeugmarkt

Bautzen. Wie steht es um den Fahrzeugmarkt, welche finanziellen Vorteile sprechen für ein E-Auto und welche Trends sind dieses Jahr zu beobachten? Auf all diese Fragen gibt der Verkaufsleiter Jens Rose vom Autohaus Matticzk eine Antwort.
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Der Verkaufsleiter Jens Rose gibt einen Überblick über den derzeitigen Fahrzeugmarkt und welche Angebote es für die Kunden gibt.

Der Verkaufsleiter Jens Rose gibt einen Überblick über den derzeitigen Fahrzeugmarkt und welche Angebote es für die Kunden gibt.

Foto: Spa

Welches Auto darf es denn sein? Ein sportlicher SUV, der klassische Kombi als Hybrid-Fahrzeug oder lieber auf Elektromobilität umsteigen und einen »Stromer« anschaffen? Selten hatten die Kunden beim bevorstehenden Autokauf so viele Fragezeichen im Kopf. Einer, der sich diesen Fragen berufsmäßig stellt, heißt Jens Rose. Er ist Verkaufsleiter beim Autohaus Matticzk in Bautzen und kann viele Fragen beantworten.
 
Die Situation auf den Autohöfen
 
Wie zum Beispiel zur Marktsituation für Neu- und Gebrauchtwagen: Stehen denn genügend Fahrzeuge zum Verkauf? Fahrzeugmarkt noch immer angespanntWie Jens Rose berichtet, habe sich die Situation auf den Autohöfen gebessert, aber weiterhin ist das Fahrzeugangebot begrenzt. Grund sind unter anderem die fehlenden Halbleiter oder Kabelbäume, die eine Fertigstellung der Autos behindern. »Kunden müssen mit einer Lieferspanne bei Neufahrzeugen von acht Wochen bis zu über einem Jahr rechnen«, so Rose. Weil weniger Neufahrzeuge geliefert werden können, geben Unternehmen ihre Fuhrparks später ab, demzufolge landen weniger Fahrzeuge auf dem Gebrauchtwagenmarkt. »Mit dieser Situation werden wir wahrscheinlich dieses und nächstes Jahr noch zu tun haben«, schätzt der Automobilkaufmann die Lage ein.
 
Die Trends in diesem Jahr
 
Derzeit beliebt sind höhergelegte Fahrzeuge - den bequemen Ein- und Ausstieg möchten Kunden nicht mehr missen. Und eine weitere Nachfrage zeichnet sich ab: »Das Thema Elektromobilität spielt zunehmend eine Rolle«, so der Verkaufsleiter.
 
Bis zu 9000 Euro Ersparnis für ein E-Auto
 
Dabei gibt es finanzielle Angebote für Neueinsteiger in die E-Mobilität: Der Staat zahlt bis zum 31. Dezember 2022 das doppelte der Herstellerprämie bei Zulassung eines E-Autos. Bei 3.000 Euro Herstellerprämie gibt es also 6.000 Euro obendrauf. Aber: Die Prämie gibt es nur bei Zulassung bis Ende des Jahres - Die derzeitigen Lieferschwierigkeiten könnten der Prämie einen Strich durch die Rechnung machen. Welche Antriebsart letztendlich sinnvoll ist, kommt auf die jeweilige Lebenssituation drauf an. Die Nutzung des Autos, die gefahrenen Kilometer, Lademöglichkeiten oder steuerliche Vorteile werden vor Ort mit dem Verkaufsberater besprochen. »Trotz der zahlreichen Online-Angebote schätzen die Kunden weiterhin die persönliche Beratung«, freut sich Jens Rose.
 
Weniger Absatz in Deutschland
 
Wie der Verband der Automobilindustrie mitteilt, werden dieses Jahr rund 2,8 Millionen Neuzulassungen erwartet. Sollten sich diese Prognosen bewahrheiten, läge der Umsatz trotzdem deutlich unter dem Niveau vor der Pandemie. Erfahrungsgemäß lagen die Neuzulassungen in Deutschland bei über drei Millionen Fahrzeugen pro Jahr.