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SG Rödertal vor nächster Herausforderung

Nach den Auftaktspielen in Leverkusen geht es am zweiten Spieltag, 29. September, 17 Uhr, in Recklinghausen schon um eine gewisse Vorentscheidung für das Erreichen des Achtelfinals in der Jugendbundesliga.
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Luisa Lucas beim Torwurf. Foto: Christian Skomudek

Luisa Lucas beim Torwurf. Foto: Christian Skomudek

Nach der Gruppenphase scheiden die Gruppenletzten aus und nur die beiden besten Mannschaften qualifizieren sich für die nächste Runde. Nach dem ersten Spieltag hat sich der amtierende Deutsche Jugendmeister SV 04 Bayer Leverkusen mit zwei deutlichen Heimsiegen gegen Recklinghausen und Rödertal/Radeberg ein beruhigendes Polster geschaffen. Betrachtet man das erste Spielwochenende realistisch, dann ist Platz eins an Bayer Leverkusen vergeben und um Platz zwei kämpfen Recklinghausen und Rödertal/Radeberg. Deshalb kommt dem Hinspiel der Sachsengirls gegen den PSV Recklinghausen schon eine gewisse Vorentscheidung zu. Es ist aber eben nur eine Vorentscheidung, abgerechnet wird erst ganz zum Schluss. Beide Teams haben sich noch nie gegenüber gestanden und so sind die Trainer in der Vorbereitung ausschließlich auf die Videoaufzeichnungen angewiesen. Recklinghausen-Trainer Dominik Schlechter ist verhalten optimistisch, er baut speziell auf seine Torhüterin Emma Pape sowie auf Janz und Hovenjürgen. Er erwartet ein Spiel auf Augenhöhe. Die von Steffen Wohlrab und Mirko Schulz trainierten SG-Mädels aus dem Rödertal mussten in Leverkusen auf die bereits bundesligaerfahrenen Julia Mauksch (verletzt) und Emma Kocken (krank) verzichten. Mit ihnen im Team hoffen sie am 29. September in Recklinghausen auf eine weitere Verstärkung. Wohlrab dazu: „Der erste Spieltag hat gezeigt, dass wir spielerisch durchaus mithalten können. Wenn wir jetzt noch unsere Kräfte besser einteilen, dann haben wir realistische Siegchancen. Dabei spielt der Kopf eine große Rolle. Die Mädels sind heiß und das müssen sie auf die Platte bringen und sich ganz auf das Spiel fokussieren. Mit Recklinghausen haben wir einen Gegner, der über ähnliche Trainingsbedingungen wie wir verfügt. Die Spielerinnen der Spitzenmannschaften in Deutschland sind an Sportschulen konzentriert und trainieren bereits im Nachwuchs wie die Profis. Davon können wir nur träumen.“ Für die SG Rödertal/Radeberg war die Qualifikation für die Gruppenphase zur Jugendbundesliga schon ein Riesenerfolg, denn damit gehören sie zu den 24 besten Nachwuchsmannschaften in Deutschland und das bereits das zweite Jahr. Jetzt wollen sie natürlich das Achtelfinale erreichen. Ab dort geht es im K.o.-System mit Hin-und Rückspiel weiter. Die Trainer sind voller Zuversicht, dass sie in Recklinghausen alle Spielerinnen an Bord haben und in Bestbesetzung antreten können. Die Spielgemeinschaft Rödertal/Radeberg ist der Zusammenschluss der Jugendmannschaften des HC Rödertal und des Radeberger SV. Verstärkt wird das Team von zwei Talenten vom SV Koweg Görlitz. Diese Konzentration der besten Spielerinnen Ostsachsens in dieser Altersklasse machte das Projekt Jugendbundesliga erst möglich und ist alternativlos – seit zwei Jahren eine Erfolgsgeschichte.


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