Sandro Paufler

Neukircher denken nachhaltig

In Neukirch können sich freiwillige Gärtner fortan nach Lust und Laune austoben. Auf einem 1 Hektar großen Areal entsteht ein Begegnungsort für Naturfreunde, der Generationen zusammenführen soll.
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Auf diesem Areal soll es demnächst blühen und reichlich geerntet werden. Anna Hennig freut sich auf zahlreiche freiwillige Helfer. Foto: spa

Auf diesem Areal soll es demnächst blühen und reichlich geerntet werden. Anna Hennig freut sich auf zahlreiche freiwillige Helfer. Foto: spa

Ein Nutzgarten für alle Generationen, in dem Jung und Alt miteinander agieren – das war die Idee der Initiatoren um Kathrin Poike, Geschäftsführerin des Neukircher Naturschutzzentrums, und Anna Hennig, die verantwortlich für das Projekt ist. Einzigartiges Projekt im Landkreis Bautzen Neukirchs Bürgermeister Jens Zeiler war sofort Feuer und Flamme für diese Idee und bot eine Fläche von einem Hektar Gemeindegrund an. Seit Oktober 2020 arbeiten dort Ehrenamtler und Mitarbeiter des Naturschutzzentrums mit Unterstützung des Bauhofes an der Umgestaltung der Fläche, damit diese für Gartenfreunde, Interessierte und Familien nutzbar werden kann. Zukünftig soll der »Garten für alle« ein Begegnungsort für natur- und garteninteressierte Menschen sowie ein Lernort für Kinder und Jugendliche sein. Projekte mit der Oberschule und dem Kindergarten sind bereits geplant Vorbeikommen und Mitmachen Ganz unkonventionell können sich Interessierte beim Naturschutzzentrum Neukirch melden oder spontan beim neuen Gemeinschaftsgarten vorbeikommen. Dieser liegt zwischen Schenkenweg und der Schulsportanlage der Oberschule in einer Gartensparte. »Wir sind donnerstags von 9 bis 12 Uhr vor Ort, gern können Neugierige auf ein Gespräch vorbeikommen oder selbst mit anpacken«, freut sich Anna Hennig und ergänzt: »Es wäre ein guter Anfang, wenn sich fünf bis sechs Familien finden würden und sich das Ganze nach und nach aufbaut.« Wichtig ist der Projektverantwortlichen Hennig, dass wirklich jedem die Möglichkeit geboten wird, diesen Gemeinschaftsgarten zu nutzen. Deswegen werden die kleinen Unkostenbeiträge individuell nach den finanziellen Möglichkeiten der Gartennutzer geregelt. Gemeinsame Grillabende im Sommer Der Gemeinschaftsgarten soll künftig in zwei Bereiche eingeteilt werden. Der eine Teil des Gartens soll als Nutzgarten für alle Obst-, Gemüse- und Kräuterpflanzen dienen. Der zweite Bereich des Gartens wird als Ruhezone umgestaltet. Hier können sich die angehenden Gärtner bei Grill-abenden entspannen oder Geburtstage bei schönem Wetter feiern. Für die nächsten Wochen stehen weitere Arbeiten an. Ein großes Problem war der Trinkwasseranschluss. Dieser konnte von der Gemeinde bereits gelegt werden. Dann muss das Areal umzäunt werden, ein Trockenklo wird demnächst installiert und es soll ein Unterstand gebaut werden. Gärtner benötigen Unterstützung Damit alle Vorhaben in die Tat umgesetzt werden können, sind die Initiatoren auf Unterstützung angewiesen. Zur Finanzierung des Projekts wird die Plattform »99 Funken« der Kreissparkasse Bautzen genutzt. Aber auch Holzspenden für den Bau des Zauns oder Saatgutspenden sind gern willkommen.


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