G. Sinde

Lausitzer unterstützen 2016 die Europeada in Bozen

Die Fußballfans Europas freuen sich auf den 10. Juni 2016, denn an diesem Tag starten vier Wochen Fußball-Europameisterschaft. Was viele nicht wissen, ist, dass bereits vom 18. bis 26. Juni eine zweite Fußball-EURO ausgetragen wird – die Fußballeuropameisterschaft der autochthonen nationalen Minderheiten.
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2012 kämpften die Fußballteams der autochthonen nationalen Minderheiten in der Lausitz um den Europameistertitel. In der Siegerregion Südtirol findet die Europeada im kommenden Jahr statt.

2012 kämpften die Fußballteams der autochthonen nationalen Minderheiten in der Lausitz um den Europameistertitel. In der Siegerregion Südtirol findet die Europeada im kommenden Jahr statt.

Organisiert von der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen (FUEN) wird diese Europeada bereits zum dritten Mal durchgeführt. Nach dem Start 2008 bei den Rätoromanen in Graubünden (Schweiz) und im Jahr 2012 bei den Lausitzer Sorben in Deutschland, folgt 2016 nun Südtirol als Gastgeberregion. Am Montag, 14. Dezember, findet dazu die Auslosung in Bozen statt. Dort stehen auch Treffen der Mannschaftsvertreter, die Besichtigung der Spielorte sowie die Auswahl der Quartiere auf dem Programm. Nach dem Riesenerfolg der Austragung 2012 im Landkreis Bautzen mit der enormen öffentlichen Wahrnehmung bereitet sich eine Organisationsgruppe schon seit Monaten auf die Fußballwoche im Juni 2016 vor. Zahlreiche Fans der Sorbischen Auswahl „Wubranka“ haben bereits Urlaub und Quartier in Südtirol gebucht, um wie 2012 ihr Team stimmungsvoll zu unterstützen. Nach dem der Westlausitzer Fußballverband 2012 die sportlichen Geschicke der EURO leitete, wird der Dachverband aller Fußballer des Landkreises Bautzen auch die EURO 2016 der nationalen Minderheiten aktiv in vielen Bereichen begleiten. Im kommenden Jahr werden vor allem die Delegation sowie die Auswahlen der Sorben tatkräftig unterstützt. Dieses Engagement, welches maßgeblich durch die ewag Kamenz gefördert wird, soll sich neben Rat und Tat zum gesamten Projekt vor allem auf die Öffentlichkeitsarbeit beziehen. Dies soll zum Ergebnis haben, dass ab der Auslosung am Montag jedermann in der Heimat von Vorbereitungsspielen, Trainingslagern, Sonderveranstaltungen und natürlich tagesaktuell mit vielen Berichten, Interviews und Bildern die EURO 2016 auch zu Hause verfolgen kann.


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