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Krisenbesuch bei Wittichenauer Möbelhersteller

Wittichenau. Landrat Udo Witschas hat am Dienstag »Maja-Möbel« besucht. Bei dem kurzfristig vereinbarten Termin sprach Witschas mit Geschäftsführer Uwe Gottschlich und Werkleiter Janos Antali über die aktuelle Situation des Wittichenauer Werkes.

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Landrat Udo Witschas (l.) im Gespräch mit Geschäftsführer Uwe Gottschlich und Werkleiter Janos Antali über die aktuelle Situation des Werkes.

Landrat Udo Witschas (l.) im Gespräch mit Geschäftsführer Uwe Gottschlich und Werkleiter Janos Antali über die aktuelle Situation des Werkes.

Foto: Landratsamt Bautzen

Das Werk war 2012 deutlich erweitert worden und auch in den vergangenen Jahren wurden Millionen investiert. Höhere Produktionskosten, etwa die aktuellen Preissteigerungen bei Material und Energie, konnten gemeinsam mit IKEA abgefangen werden.

Allerdings führt die zunehmende Kaufzurückhaltung im privaten Konsumbereich zu Schwierigkeiten in der Branche. Da der Hauptkunde IKEA deutlich weniger Möbel bestellt, verschärft sich auch die Lage in dem Wittichenauer Werk. Aufgrund von Unsicherheiten in den Lieferketten und allgemeinen Nachfrageschwankungen wurde bereits mit veränderten Schichten und dem Abbau von Leiharbeit reagiert. Nun sind auch Teile der Kernbelegschaft betroffen. Eine Situation, die Landrat Witschas aber auch die Geschäftsführung selbst sehr bedauern.

 

Rund 200 Jobs müssen eingespart werden

Künftig sollen weiterhin mehr als 500 der rund 750 Mitarbeiter im Werk arbeiten. »Deren Arbeitsplätze dauerhaft zu sichern, ist das oberste Ziel der Werksleitung. Dafür bin ich dankbar«, so Witschas. Die Unternehmensleitung hat bereits mit jedem betroffenen Mitarbeiter persönlich gesprochen und die Situation erklärt. Witschas: »Das finde ich gut, denn das nicht vom Abbau betroffene Personal muss unbedingt gehalten werden.«

Im Anschluss an das Gespräch hat Landrat Witschas Kontakt mit der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Bautzen aufgenommen und um Unterstützung gebeten. Diese wurde sofort zugesagt, um schnell mit der Vermittlung der betroffenen Mitarbeiter beginnen zu können.


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