Sandro Paufler

In Cunewalde wird wieder gebraut

Engagierte Cunewäldler haben die Braukunst im Ort wiederbelebt. Dabei haben sie große Pläne und wollen später in die ortsansässige Brauerei Kriegel umziehen.

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Nicole Kocksch und Maik Richter aus Cunewalde haben die Braukunst in Cunewalde wieder zum Leben erweckt. Der dritte Mitbegründer Frank Walter ist ebenso ein engagierter Brauer.

Nicole Kocksch und Maik Richter aus Cunewalde haben die Braukunst in Cunewalde wieder zum Leben erweckt. Der dritte Mitbegründer Frank Walter ist ebenso ein engagierter Brauer.

Foto: Sandro Paufler

Drei mutige Bierliebhaber aus Cunewalde haben ihr Hobby zum Beruf gemacht. Aus einem anfänglichen Mitwirken in einem Bierbrauverein entstand die Idee, sich selbstständig zu machen und eine eigene Brauerei zu gründen. Mit Liebe, Leidenschaft, regionalen Zutaten und der Wahrung alter Handwerkstraditionen entstanden fünf leckere Biersorten. Darunter ein Pilsner, ein Helles und ein Ale. Für die wärmeren Tage wurde ein Sommerbier kreiert und anlässlich der 800-Jahrfeier in Cunewalde schenken die drei Jungbrauer ein spezielles Festbier aus.

 

Viel Lob von den Verkostern

 

Das Feedback der Verkoster ist einzigartig, selbst studierte Braumeister haben sich mit lobenden Worten zu den neuen Produkten geäußert. »Es freut uns sehr, dass unser Bier gut ankommt, das treibt uns an, weiter zu machen«, gibt die Mitbegründerin Nicole Kocksch freudestrahlend zu Wissen. Wichtig dabei zu erwähnen ist, dass alle drei Mitbegründer in ihren bisherigen Leben nichts mit der Braukunst zu tun hatten, sondern aus dem Handwerk und der Industrie kommen. Sie sind praktisch Quereinsteiger in dieser Branche – aber Quereinsteiger mit guten Geschmack.

Die »ProBier Werkstatt« hat ihren Sitz in einer ehemaligen Bäckerei in der Mitte des Ortes an der Hauptstraße 16. Dort wird im Schnitt aller anderthalb Wochen ein neuer Sud angesetzt. Bis zu vier Hektoliter Bier können in einer achtstündigen Schicht produziert werden. Abgefüllt wird der Hopfensaft in Flaschen oder Fässer. Zu kaufen gibt’s das Bier im Werksverkauf vor Ort oder in regionalen Getränkemärkten. Geplant ist, das Bier demnächst auch bei größeren Veranstaltungen mit anzubieten

 

Umzug in eine große Brauerei

 

Bei einer kleinen Brauerei soll es nicht bleiben. Die drei Gründer haben vor, die ehemalige Brauerei Kriegel im Ort wieder zu reaktivieren. Dort soll später einmal die gesamte Produktion ablaufen sowie ein Biergarten mit Ausschank und Gastronomie entstehen.

Zu Pfingsten eröffnet bereits ein provisorischer Biergarten auf dem Gelände des hiesigen Brauereigeländes Kriegel, zu dem alle Gäste herzlich eingeladen sind. Wann der Umzug stattfinden soll, steht noch nicht fest. Bis dahin können sich Interessierte Besucher in der kleinen Brauerei mit Führungen und Verkostungen vergnügen.

Weitere Infos auf probier-werkstatt.de