Manuela Dietze/spa

In Bautzen wird dir nie langweilig

Bautzen. Egal ob Töpfern, Schnitzen oder ein Steinbildhauerkurs. Für Kreative  wird Bautzen nie langweilig. Die Bautzenerin Angelika Scharff macht es vor.

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Die Bautzenerin Angelika Scharff töpfert, malt und probiert sich auch gern an anderen Materialien aus. Nachahmer sind gern gesehen.

Die Bautzenerin Angelika Scharff töpfert, malt und probiert sich auch gern an anderen Materialien aus. Nachahmer sind gern gesehen.

Foto: Scharff

Es gibt da einen Schrebergarten, in dem zwischen Blumen und Stauden auch Gartenkeramik »blüht«. Ein zauberhafter Ort, individuell und besonders. Viel Platz für eine private Kunstausstellung, an welcher sich auch Besucher und Gartennachbarn erfreuen können. Gleich neben der kleinen Gartenlaube steht ein Mann aus Holz und bewacht den Eingang. An der Wand hängt ein Korbgeflecht. Angelika Scharff kann von ihrer kleinen Terrasse auf ihre Werke schauen.

 

Es begann mit dem Töpfern

 

Selbst etwas mit den Händen schaffen, etwas Kreatives, das wollte sie schon lange. Trotzdem dauerte es ein paar Jahre, bis der Plan in die Tat umgesetzt wurde. 2012 begann sie mit dem Töpfern. Die Wahl fiel auf den Kurs »Keramisches Gestalten« mit Margita Rauschhardt im Steinhaus. Die Künstlerin leitet die Kursteilnehmer behutsam an, unterstützt und gibt die technischen Anleitungen. Für die Arbeit mit dem Ton gibt es optimale Bedingungen, Farben und Glasuren sind vorhanden, auch ein Brennofen. Die besten Voraussetzungen für kreative Entfaltung und Gestaltung eigener Keramikwerke. Hier konnte Angelika Scharff in den letzten Jahren viele Ideen entwickeln und umsetzen – Gebrauchskeramik, Dekoartikel und Gartengestaltungen. Heute, nach zehn Jahren, fällt ihr Resümee durchweg positiv aus. Sie schätzt es, mit Leuten verschiedenen Alters in Kontakt zu sein. Viele Teilnehmer sind schon seit Jahren dabei und inzwischen befreundet. Ein besonderes Vergnügen sind die Treffen und der Austausch mit polnischen Künstlern, ein Gemeinschaftsprojekt des Bautzener Steinhauses und des Hauses der Kultur in Jelenia Gora.

 

Holzbildhauerkurs beim Kunstverein

 

Obwohl Angelika Scharff aus Spaß an der Freude töpfert, malt und formt, will sie sich entwickeln, vorankommen, Fortschritte machen. So sucht sie ständig nach neuen Angeboten. Eine Möglichkeit bietet der Bautzener Kunstverein mit der Sommerakademie, an der jedermann teilnehmen kann. Das Programm hatte sie schon seit mehreren Jahren verfolgt und erstmals 2020 teilgenommen. Damals interessierte sie der Kurs Holzbildhauerei. Die Arbeit hat ihr viel Spaß gemacht, obwohl die Bearbeitung des großen Holzklotzes auch mühevoll und anstrengend war. Allein zwei Tage brauchte es, um aus dem Stamm den Kopf des Mannes zu formen.

 

Sandstein in Kunstwerke verwandeln

 

In diesem Jahr wurde die Mönchskirchruine für die Sommerakademie zur Freiluftwerkstatt. Der Steinbildhauerkurs hatte Angelika Scharffs Interesse geweckt. Mit Fäustel, Raspel und Knüpfel entstanden aus Sandstein kleine Kunstwerke. So unterschiedlich die Teilnehmer sind, ihre Voraussetzungen, ihr Geschick, alle schätzen den Austausch und das Miteinander. »Wenn du selbst etwas schaffst, ob klein, ob groß, ob Keramik, Holz oder Stein, dann macht das Freude«, sagt die Bautzenerin und schaut entspannt auf ihr Werk.


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