Rainer Könen

Im Treuen Hund wird wieder gefeiert

Seifersdorf. Im weithin bekannten Seifersdorfer Gasthof »Zum treuen Hunde« finden im Frühjahr die ersten Veranstaltungen statt.
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Neben dem Seifersdorfer Schloss gehört auch der Gasthof »Zum treuen Hunde« zu den touristischen Sehenswürdigkeiten des Wachauer Ortsteiles.

Neben dem Seifersdorfer Schloss gehört auch der Gasthof »Zum treuen Hunde« zu den touristischen Sehenswürdigkeiten des Wachauer Ortsteiles.

Foto: Rainer Könen

Wenn am Sonntag wieder zahlreiche Besucher zur Wiedereröffnung ins Seifersdorfer Schloss kommen werden, dürften manche sicher auch die Gelegenheit nutzen, um zu schauen, was sich gegenwärtig in der Seifersdorfer Kult-Gaststätte »Zum treuen Hunde« tut.
 
Diese war von Inhaber Sandro Böhm im März 2020, nach jahrelangen Sanierungsarbeiten, fertiggestellt worden. Kurz nach der Wiedereröffnung fanden bereits einige Veranstaltungen statt. Dann kam Corona, seither hatte diese in der Region weithin bekannte Gaststätte auch unter dem permanenten Auf und Ab in der Pandemie zu kämpfen. Doch in diesem Jahr blickt Inhaber Sandro Böhm optimistisch nach vorn. Es gebe schon etliche Anfragen, Wochenendtermine seien bereits ausgebucht, freut sich Böhm, dem in Seifersdorf eine Baufirma gehört.
 
Rund 50 Personen fasst der 150 Quadratmeter große Saal. Der Tischlermeister hatte dieses unter Denkmalschutz stehende Gebäude der Gemeinde Wachau vor zehn Jahren abgekauft. Im Ort war man froh gewesen, dass ein Seifersdorfer den bekannten Gasthof übernahm. Denn der Treue Hund ist für die Seifersdorfer und die Bewohner der umliegenden Orte ja nicht irgendeine Kneipe. Bis 1970 wurde in dem an der S177 gelegenen Gasthof ausgiebig gefeiert. Daran erinnern sich noch viele der älteren Seifersdorfer. Später wurde das Objekt als Lagerfläche durch Robotron und den IfA- Ersatzteilhandel genutzt. Nach der Wende kaufte ein Rechtsanwalt aus Hessen die Gaststätte an der Zufahrt zum Seifersdorfer Tal. Versuche, interessierte Gastronomen zu finden, scheiterten. 2008 erwarb die Gemeinde das heruntergekommene Gebäude für 15.000 Euro.
 
Für Böhm ist der Gasthof eine »Lebensaufgabe«, will er doch noch einige seiner Ideen verwirklichen. So soll in den Räumlichkeiten noch ein Eiscafé untergebracht werden und in den oberen Geschossen der Gaststätte sind sechs Wohnungen geplant. Wann die fertig sein werden, sei aber noch völlig offen, so Böhm weiter. Er wolle sich Zeit lassen und Schritt für Schritt, vorgehen.


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