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Hier arbeiten Fünfzehn für Fünfzigtausend

Als eine der ältesten Simultankirchen Deutschlands hat der Dom St. Petri zu Bautzen für Christen beider Konfessionen große Bedeutung. Doch nicht nur für die Gläubigen. Jährlich strömen schätzungsweise 50.000 Besucher in das imposante Gebäude und werden von ehrenamtlichen Mitarbeitern betreut.
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Ab jetzt gehört auch Manuela Kiupel (li.) zum Team der ehrenamlichen St. Petri - Domaufsicht. Von Küsterin Monika Kuschel wird sie derzeit in ihre Aufgaben eingewiesen.

Ab jetzt gehört auch Manuela Kiupel (li.) zum Team der ehrenamlichen St. Petri - Domaufsicht. Von Küsterin Monika Kuschel wird sie derzeit in ihre Aufgaben eingewiesen.

Mit großem Aufwand, vielen Spenden und großem Engagement ist der Dom bis Ende 2015 für über zwei Millionen Euro im Inneren rekonstruiert worden. Dass der Dom öffentlich zugänglich ist, ist im Grunde den 15 ehrenamtlichen Männern und Frauen zu verdanken, die sich völlig ohne Entschädigung als Domaufsicht zur Verfügung stellen. „Ehrenamtler zu finden ist nicht so einfach“, erklärt Verwaltungsleiter Claus Gruhl. „Denn sie sollten schon evangelischen oder katholischen Glaubens sein, um ein Gefühl für diese besondere Arbeit und für den Raum entwickeln zu können. Wir sind ja kein normales Museum.“ Für die 15 Ehrenamtler ist es in der Touristen-Hochsaison teils sehr beschwerlich, die Öffnungszeiten abzudecken. Um so glücklicher ist das Team der sogenannten „Domaufsicht“, dass sie mit Manuela Kiupel eine weitere Ehrenamtlerin gewinnen konnten. WochenKurier traf sie just an ihrem ersten „Arbeitstag“, an dem sie von Küsterin Monika Kuschel angelernt wurde. Postkarten verkaufen, Fragen beantworten, für angemessenes Verhalten sorgen und viele andere Aufgaben gehören fortan zu ihrem unbezahlten Job: „Ich habe so viel Dankbarkeit in mir, ich möchte gern etwas zurückgeben“, sagt die frühverrentete Ehrenamtlerin über ihre Beweggründe. Wer ebenfalls ehrenamtlich für die Domaufsicht arbeiten möchte, kann sich vor Ort oder im Kirchenamt melden.


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