Sandro Paufler

Große Pläne in Großpostwitz

Großpostwitz. Über vier Millionen Euro kostete das neue Verwaltungsgebäude in Großpostwitz, das im März seine Tore offiziell öffnet. Das alte Rathaus hingegen soll als medizinisches Versorgungszentrum umgebaut werden. Der Großpostwitzer Bürgermeister Markus Michauk, verrät im WochenKurier seine Pläne.
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Mit dem neuen Verwaltungsgebäude im Hintergrund schlägt der Bürgermeister Markus Michauk zwei 
Fliegen mit einer Klappe: Seine Verwaltung ist ab sofort in modernen Räumlichkeiten untergebracht und 
im gleichen Atemzug schafft er Platz für ein medizinisches Zentrum im Ort.

Mit dem neuen Verwaltungsgebäude im Hintergrund schlägt der Bürgermeister Markus Michauk zwei Fliegen mit einer Klappe: Seine Verwaltung ist ab sofort in modernen Räumlichkeiten untergebracht und im gleichen Atemzug schafft er Platz für ein medizinisches Zentrum im Ort.

Foto: Spa

Ein langer und intensiver Kraftakt neigt sich in der Gemeinde Großpostwitz dem Ende: Am 21. März wird der Umzug der Verwaltung in die komplett sanierten Räumlichkeiten des ehemaligen Bahnhofsgebäudes vollzogen sein. Die Gesamtkosten der Sanierung belaufen sich auf 4,2 Millionen Euro - und sind damit teurer als erwartet.
 
Überraschung bei den Baukosten
 
Ursprünglich waren bei Bau beginn im September 2019 Kosten in Höhe von 2,7 Millionen Euro veranschlagt worden, doch Preissteigerungen der Baustoffe, Lieferengpässe sowie Probleme mit Baufirmen ließen den Bau verzögern und damit die Kosten in die Höhe treiben. Mit einem Volumen von 2,5 Millionen Euro unterstützt der Freistaat Sachsen das Vorhaben. Nun erstrahlt der Bahnhof wie der im neuen Glanz. Im Zuge der Sanierung wurden moderne Sa nitär-, Büro-, und Tagungsräume geschaffen, der komplette Putz erneuert, neue Medien verlegt sowie ein neues Dach gedeckt. "Dabei haben wir das historische Erscheinungsbild des Bahnhofs gebäudes bewahrt", erzählt der Bürgermeister Markus Michauk (OLG). In der Wartehalle erinnert beispielsweise der originale Ge päckschalter an frühere Zeiten.
 
Zentralverwaltung schaffen
 
Mit in das Großpostwitzer Gebäude werden Ämter der Gemein de Obergurig einziehen, da beide Kommunen eine Verwaltungsge meinschaft pflegen. Ziel ist es, mit Ausnahme des Gewerbeamtes, eine Zentralverwaltung entstehen zu lassen. Der Umzug ist vom 14 bis 18. März geplant. In dieser Zeit bleibt die Verwaltung geschlossen. In Obergurig sollen trotzdem jeden Montag und Dienstag Sprechzeiten des Bürgermeisters Thomas Pol pitz stattfinden können. Außerdem wird das dortige Sekretariat bis Ende 2022 vor Ort besetzt sein.
 
Medizinisches Versorgungszentrum für den ländlichen Raum
 
Wenn es nach den Plänen des Bürgermeisters Markus Michauk geht, soll das alte Verwaltungs gebäude ebenfalls umgebaut und als eine Art medizinisches Zent rum umfunktioniert werden. So könnten sich die Kinderarztpraxis aus Singwitz, drei selbstständige Hebammen aus der Region, ein Allgemeinmediziner sowie ein Facharzt ansiedeln. Doch bevor es soweit ist, müssen noch finanzielle Dinge geklärt werden. Im Haushalt der Gemeinde Großpostwitz ist für dieses Projekt ein Kreditrahmen von einer Million Euro vorgesehen. Allerdings muss die Rechtsauf sichtsbehörde für den Haushalt noch grünes Licht geben. Zudem ist die Zusage weiterer Fördermit tel erforderlich. Trotzdem ist der Bürgermeister optimistisch: "Wir möchten die Ortsmitte weiter beleben und Ärzte im ländlichen Raum ansiedeln". Frühestens im ersten Quartal 2023 könnte das alte Verwaltungsgebäude dafür umgebaut werden.
 
Die neue Verwaltung
 
Gemeindeverwaltung Großpostwitz-Obergurig
Bahnhofstraße 2, Großpostwitz
Geöffnet ab 21. März 2022


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