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Gemeinsam Vorsorge treffen

Um die Versorgung und Mobilität in der Oberlausitz zu sichern, wollen die Landkreise Bautzen und Görlitz künftig noch enger zusammenarbeiten. Nach dem Auftakt für dieses Modellvorhaben sind nun auch die Bürger gefragt.
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Foto: maho/fotolia.vom

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Wie kann es gelingen, die Versorgung und Mobilität in ländlichen Räumen in Anbetracht sinkender Einwohnerzahlen auch zukünftig zu sichern? Diese und damit in Verbindung stehende standort- und verkehrsplanerische Fragestellungen wollen die Landkreise Bautzen und Görlitz gemeinsam klären.
Auftakt in Löbau Die Auftaktveranstaltung für das Modellvorhaben mit dem Titel „Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität in ländlichen Räumen“ fand vor wenigen Tagen in Löbau statt. Den rund 100 Teilnehmern aus Städten und Gemeinden sowie aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft wurden dabei die Ziele des Vorhabens, erste Ansätze zum Vorgehen sowie Möglichkeiten und Grenzen hinsichtlich der Ausgestaltung präsentiert und zur Diskussion gestellt.
Ähnliche Sorgen „Beide Landkreise stehen vor ähnlichen Herausforderungen und befassen sich seit geraumer Zeit intensiv mit dem demografischen und strukturellen Wandel und den Möglichkeiten der Gestaltung. Die Teilnahme am Modellvorhaben birgt für unsere Region eine enorme Chance, gute Ansätze und bestehende Kooperationen gemeinsam mit Bürgern und vielfältigen Akteuren weiter zu vertiefen und auch nachhaltig zu etablieren. Deshalb ist auch ein gemeinsames Konzept für das Modellvorhaben wichtig und richtig“, unterstrich Birgit Weber, Beigeordnete des Landkreises Bautzen die Intention für das landkreisübergreifende Projekt. So sollen künftig Einrichtungen zur Daseinsvorsorge gemeinsam genutzt werden. Dazu muss auch die entsprechende Mobilität gewährleistet sein: vom klassischen öffentlichen Personennahverkehr wie Bus oder Bahn bis hin zu neuen Angeboten wie Car-Sharing, Bürger- und Rufbussen oder Mitfahrplattformen.
Bürger einbeziehen Für die Umsetzung werden Partner wie der Zweckverband Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON) und der Regionale Planungsverband Oberlausitz-Niederschlesien eingebunden. Außerdem ist geplant, neben Gemeinden und Dienstleistern vor allem Bürger, und damit künftige Nutzer entsprechender Angebote einzubeziehen. Noch im Herbst sind sechs regionale Workshops geplant, an denen sich Bürger und lokale Initiativen beteiligen können. (pm)