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Erster Heimsieg der Saison

Nach einem 28:26 (15:13) gegen die SG 09 Kirchhof freuten sich die Rödertalbienen über den ersten Heimsieg der Saison. Dank der beiden Zähler geben sie auch die rote Laterne an die Freiburgerinnen ab.
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Foto: Harald Seifert

Foto: Harald Seifert

Die Gastgeberinnen zeigten die wohl beste Anfangsphase der gesamten Saison. Nach einem Freiwurf setzte sich Anna Frankova (4 Tore) auf der Halbposition durch und markierte den ersten Treffer des Spiels. In der Verteidigung setzten die Bienen erneut auf eine 5:1-Abwehr. Der HCR-Block verhinderte gleich den ersten Angriff der SG 09 Kirchhof. Dann kam der Ball in kürzester Zeit über Rabea Pollakowski (9/5 Tore) zu Emilia Ronge (4 Tore), die den Tempo-Gegenstoß zum 2:0 vollendete. Udo Horn, der Ersatztrainer der Gäste, zückte bereits nach vier Minuten seine erste grüne Karte, um seine Mannschaft wachzurütteln. Anschließend gelang der SG immerhin der Anschlusstreffer. Doch die Bienen machten Druck und suchten das schnelle Spiel in die Spitze. Nach einer zweiten Welle gelang Saskia Nühse (5 Tore) per Hüftwurf das 3:1. Dann erhöhten Frankova und Ronge mit Tempo-Gegenstößen den Vorsprung auf 6:1. Die Bank der SG reagierte mit dem nächsten Time-Out. Die Gäste fanden besser ins Spiel, kämpften sich auf 6:4 heran und gestalteten die Partie nun offener. Zwischenzeitlich bejubelten sie sogar den 9:8-Anschlusstreffer. Pavlina Novotna (2 Tore) baute den Vorsprung mit einem Tor aus halblinker Position wieder auf 10:8 aus. Anschließend erhöhte Ana Ciolan (2 Tore) vom Kreis. Dann zeichnete sich Torfrau Ann Rammer, die ihrer Mannschaft wieder ein guter Rückhalt war, im direkten Duell von der Strafwurflinie gegen Diana Sabljak (3/1 Tore) aus. Den darauffolgenden Tempo-Gegenstoß veredelte S. Nühse zum 12:8. Die Gäste konterten mit zwei Toren. Beim 13:10 wuselte sich Novotna durch die gegnerische Abwehr und kam zum Abschluss. Anschließend narrte Frankova mit einem Tunnel zum 14:10 SG-Torfrau Nela Zuzic. Es gelang den Bienen allerdings nicht, diesen Vorsprung bis zur Pause zu verwalten. Kurz vor dem Pausenpfiff brachten die Gäste eine zusätzliche Feldspielerin. Greta Kavaliauskaite (6 Tore) lief sich am Kreis frei und erzielte den 15:13-Halbzeitstand. Die Rödertalbienen waren schnell aus der Kabine zurück, aber nach dem Wiederanpfiff gedanklich noch nicht ganz auf der Höhe. Denn Kirchhof spielte den gleichen Spielzug wie vor der Pause und war damit erneut erfolgreich. Ronge stellte von außen den alten Vorsprung wieder her. Nun schlug die Stunde von Pollakowski. Denn die nächsten fünf Treffer gingen auf das Konto der Linksaußen. Zunächst brachte sie das Spielgerät nach einem Pfostentreffer von Novotna im leeren Tor unter. Nach einer Parade von Rammer vollendete sie den folgenden Konter zum 18:15. Genauso lief es auch beim 20:17. Dieses Mal brachte Pollakowski einen gefühlvollen Heber im Tor unter. In der 45. Minute parierte Rammer den zweiten Strafwurf von Sabljak. Auf der Gegenseite erhöhte Pollakowski vom Siebenmeterstrich auf 24:20. Durch einen Hammerwurf von S. Nühse in der 51. Minute bauten die Rödertalbienen den Vorsprung auf 26:21 aus. Der Sieg war zum Greifen nahe. Nun wurde die Schneider-Sieben nervös. Sowohl im Angriff als auch in der Abwehr agierte der HCR nun zu fahrig. Die Gäste arbeiteten sich Stück für Stück näher heran. In der 57. Minute bejubelte die SG sogar den 26:25-Anschlusstreffer durch Jana Schaffrick (5 Tore). Dann wurde Ronge regelwidrig gefoult. Den fälligen Siebenmeter verwandelte Pollakowski. Erneut gelang Kirchhof im Gegenzug der Pass an den Kreis zu Schaffrick, die wieder verkürzte. Bienen-Cheftrainer Karsten Schneider zog sein letztes Time-Out, um seine Mannschaft zu beruhigen. Beim folgenden Angriff konnte Paula Förster ungestört einlaufen und passte zu Ciolan. Die Kreisläuferin vollendete zum 28:26-Endstand. Der HCR zeigte eine mannschaftlich geschlossene Leistung. Über die gesamte Spielzeit waren sie immer in Führung und behielten damit völlig verdient beide Punkte im Bienenstock. Allerdings agierten die Bienen in Unterzahl sowie in Überzahl einige Male zu hektisch und schenkten den Ball leichtfertig her. Trotzdem dürfte der Jubel über den Sieg bei den Fans, die das Spiel am Livestream verfolgten, nahezu grenzenlos gewesen sein. HCR-Trainer Karsten Schneider: „Das war ein ganz wichtiger Sieg, den wir uns auch verdient haben. Ich gönne den Mädels dieses Erfolgserlebnis von ganzem Herzen. Sie haben die gesamte Spielzeit gut gearbeitet. Es geht in die richtige Richtung, aber wir müssen kontinuierlich weiter arbeiten. Nächste Woche steht das nächste Spiel an und es gibt die nächsten beiden Punkte zu holen. Darauf müssen wir uns schnellstmöglich fokussieren.“ HCR: Ann Rammer, Ronja Nühse, Rabea Pollakowski (9/5), Saskia Nühse (5), Emilia Ronge (4), Anna Frankova (4), Ana Ciolan (2), Jasmin Eckart (2), Pavlina Novotna (2), Paula Förster, Lara Tauchmann, Marlene Böttcher, Ann-Catrin Höbbel (n.e.), Lisa Loehnig (n.e.), Tammy Kreibich (n.e.)